Von Freiburg nach Colmar. Wir nehmen Kurs auf die Vogesen. Mal richtige Berge hochfahren, war das Motto dieser Rabaukentour in den Vogesen. Ziel: Petit Ballon und Grand Ballon an einem Tag. In einem zweiten Tourenteil dann weiter in den Schwarzwald zum Schauinsland. Eine Drei-Gipfeltour à la Fahrradrabauken. Sonne, Schweiß und kühle Getränke.

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Was euch erwartet – Radfahren in den Vogesen

Lange nicht mehr von uns gehört, was? Wir mussten erst einmal diese großartige Tour aufbereiten. In diesem Bericht erwarten euch einige Höhenmeter in den Vogesen am Petit und Grand Ballon und auch ein bisschen Schwarzwald. Und zwar der Hausberg Freiburgs, der “Schauinsland”.

Keine Stellplätze im Zug. Also ab mit den Rädern in den Bulli.

Dieses Mal machen wir bei An- und Abreise alles anders. Nicht weil wir auf einmal super gerne mit dem Auto unterwegs sind, sondern weil 4 Wochen vor Abreise keine Stellplätze in der Bahn mehr frei sind. 4 Wochen vorher! Abfuck. Also Plan B – wir fahren mit dem Bulli und Rädern Richtung Freiburg.

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Ebenso, als wären wir mit dem Zug unterwegs. Eigentlich ist der Trick bei som Kfz ja, dass man überall hinfahren kann…. Na ja, eine geplante Tour ist eben eine geplante Tour. 

Wir lernen auch immer wieder dazu. 

Wir verabreden uns für 7 morgens, schieben auf acht und treffen uns dann endlich um 9. Wahrscheinlich brauchen wir die Bahn, um die Deadline nicht zu verschieben. Egal. Räder hinten drauf und los geht die wilde Fahrt. Roadtrip! Wir kurbeln die Fenster runter und hängen den Ellenbogen raus. So macht man das doch, oder? Mit der Hand im Wind, der Sonnenbrille auf der Nase und der Rabaukenplaylist auf den Ohren rollen wir in unser bisher längstes Rabaukenabenteuer.

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Unterwegs suchen wir noch schnell via Handy einen kostenfreien Stellplatz für die nächsten 5 Tage raus und stellen den Bulli letztendlich in einem Wohngebiet im Freiburger Westen ab. 

Radfahren in den Vogesen bei schlappen 30 °C

Die Sonne steht schon jetzt auf Dauerfeuer und wird davon auch die nächsten Tage nicht ablassen. Krass warm. Zum Glück haben wir literweise Sonnenmilch im Gepäck. Wir lernen nämlich dazu, manchmal. Das war auf den ersten Touren doch sicherlich noch ganz andern…. ähm oder auf der letzten?

Radtour mit Bulli ist auch mal ganz geil

Das Gute an einem Bulli ist ja: Wir können alles ganz gemütlich aufbauen und werden bei Ankunft nicht in irgendeinen Bahnhofstrubel geworfen. So bleibt uns genug Zeit unsere Klamotten am Rad zu befestigen und alles noch einmal durchzuchecken. Extra für diese Tour haben uns auch eine GoPro geliehen, die wir vielleicht bald mal zurückgeben sollten oder Jörg? Küssken. Schnell noch die Schuhe wechseln und los.

Bei schlappen 30 Grad lässt es sich doch easy einrollen. Fahrtwind hilft. Die Schicht Sonnencreme mischt sich schnell mit Schweiß und Staub. Endlich wieder unterwegs! Bei der Routenplanung haben wir uns diesmal komplett auf Komoot verlassen. Mehr dazu später. Optimierungstipps inklusive.

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Wir haben jetzt auch Komoot

Wie immer müssen wir uns zuallererst einfahren. Den Kopf freizubekommen, dauert immer ein paar Kilometer. Die ganzen Schlenker, die dabei entstehen, könnt ihr übrigens auf Komoot nachvollziehen. Wir fahren eine Mischung aus Garmin, Komoot und Schildern. Es fehlt eigentlich nur noch die Karte, um das Chaos komplett zu machen. Wobei letztere wahrscheinlich die beste Wahl gewesen wäre.

Weinberge, das hatten wir doch schon mal?!

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Spätestens als die ersten Weinberge vor uns auftauchen, haben wir unsere Linie gefunden und konzentrieren uns auf strampeln. Weinberge? Das hatten wir doch auch schon mal auf der deutschen Weinstraße in der Pfalz.

Doch diesmal sind die kleinen Berge nur der Aperitif für die noch bestehenden Anstiege. Wir schwitzen schon ordentlich und fragen uns jetzt bereits nach der Sinnhaftigkeit Petit und Grand Ballon hochzufahren, wenn wir schon bei diesen kleinen Weinhügeln richtig Puls kriegen.

Doch die Erinnerungen an die Pfalz lassen wir schnell hinter uns und fahren auf Breisach am Rhein zu, um dann ruckzuck über die Rheinbrücke nach Frankreich überzusetzen. Denn, Lesson learned Nr. 1: Schilder in einer anderen Sprache machen direkt Urlaubsgefühle. Isso!

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Wir fahren durch Neuf-Brisach, eine kleine schöne Stadt, die früher irgendwas mit Militär am Hut hatte und als Planstadt in Form eines Achtecks erbaut wurde. Zur Zeit von Ludwig XIV, dem sogenannten Sonnenkönig. Wir rollen locker durch ein paar Straßen und schauen uns etwas um. Es ist aber auch nicht viel los in den Gassen. Hier und da eine nette Fassade und mittendrin ein großer Platz. Irgendwie törnt uns die militärische Geschichte des Ortes ab und wir radeln aus einem der Stadttore hinaus Richtung Vogesen.

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Wir müssen heute noch bis nach Colmar und das scheint uns bei der Temperatur gerade ebenso wie unser traditionelles 12 Uhr Bier recht weit entfernt. Komoot schickt uns in Richtung Appenwihr (Frankreich) und Sundhoffen. Bis hierhin, läuft alles nach Plan, aber dann kommt der gewohnte Super-GAU zum Ende des Tages.

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Alternative Routen sind immer (k)eine gute Idee

Alternative Routen. Bisschen mehr durchs Grüne und so. Richtig gute Idee. Einfach mit dem Autoverkehr über die Brücke fahren wäre auch zu einfach und irgendwie nicht so sexy und so entscheiden wir uns mit dem Blick auf Maps für einen kleinen Abstecher in den Wald, um eine alternative Brücke ohne Autos anzusteuern. 

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Wir schwitzen und suchen alternative Wege -Dummköpfe

Langsam sollten aber wir spitz bekommen haben, dass dieses ganze Online-Internet-Navi-Gedöns einfach schlauer ist bzw. top aktuell. Nach einer nicht ganz einfachen Fahrt durch den Wald finden wir uns an einer gesperrten Brücke wieder. Wir sehen die andere Seite, aber drüber kommen wir wegen eines hohen Zauns trotzdem nicht. Mérde!

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Umwege gehören dazu auch beim Radfahren in den Vogesen

Eine gesperrte Brücke ist eine gesperrte Brücke, auch wenn die Strecke am Flusslauf wunderschön ist. Ein Blick nach hinten verrät, wir werden auch von der Polizei beobachtet. Also auch keinen Plan C und die Taschen einfach über den Zaun werfen. Schade. Bleibt nur der U-Turn, einige Kilometer extra und dann ab zum Campingplatz für die erste Nacht.

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Am Ende, und nach einem weiteren kleinen Schlenker über Privatgelände, finden wir doch den Ausgang aus dem Wald, und zwar über jene Autobrücke, die wir eigentlich vermeiden wollten. Egal, jetzt nicht noch mehr Zeit verlieren. Es ist immer noch warm und wir wollten ein kaltes Getränk. Das Wasser aus den Flachen schmeckt warm und staubig.

Uns läuft das Staub-Schweiß-Sonnencremegemisch von Gesicht und Armen. Wir sind ziemlich durchgebraten, als wir auf unserem heutigen Campingplatz Camping Huttopia in Colmar ankommen. Selbst horrende Kosten von 5 € für eine Pulle Bier schrecken uns nicht ab. Kommt ja zumindest direkt aus der Region und wir haben absurden Durst. Der Zeltaufbau muss noch 20 € warten. Es ist eh noch viel zu heiß.

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Irgendwann fällt uns aber ein, dass wir auch noch was essen müssen. Besser ist das. Zwar haben wir Pasta und Kocher in der Tasche, doch ist uns eher nach ein paar Meter laufen und gemütlichem sitzen. Schnell ist unsere kleine Hundehütte zwischen zwei fest installierten Zelten aufgebaut. Kinderwagen vor jenen Zelten lassen schon vermuten, dass wir ohnehin nicht ausschlafen werden. Sei es drum, dafür machen wir ja auch kein Urlaub.

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Nach Urlaub schmeckt auch die Pizza nicht, die wir an einem Schnellimbiss am nahegelegenen Einkaufszentrum bestellen. Alles andere hat nämlich schon zu! Von wegen, um die Ecke gibt es einen Italiener, Pustekuchen. So gibt es eben Pizza und weitere Flaschenbiere am Einkaufszentrum.

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Wir sind das erste Mal wirklich klug, verzichten auf das Wegbier und gehen tatsächlich um 22 Uhr ins Zelt. Sind das eigentlich noch die Fahrradrabauken? Auf jeden Fall! Nur auf dieser Tour eben auch mal sportlich unterwegs. Und morgen stehen Berge auf dem Programm, und zwar gleich zwei. Der Petit Ballon und Grand Ballon. Wir verhandeln mit uns selbst. War das alles so clever? Also die Berge zu fahren. Nicht das mit dem 22 Uhr im Bett. Das stellen wir zu diesem Zeitpunkt nicht mehr infrage, zu groß ist die Anspannung vor den morgigen Anstiegen.

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Beim Radfahren in den Vogesen ist die Gemütlichkeit inklusive

Aufstehen, die Sonne lacht, ein schöner Tag! Aber egal, was wir machen, vor 9 schaffen wir es irgendwie nie auf die Räder. So bestreichen wir in aller Ruhe die vorbestellten Brötchen dick mit Erdnusscreme und Marmelade. Gemütlichkeit können wir nämlich, nur schnell eben nicht und son Zelt ist doch schnell gepackt. Eben.

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Vogesen wir kommen.

Trotzdem ist es für uns ein neuer persönlicher Rekord. Vor neun auf den Rädern? Keine Ahnung, ob wir das schon mal geschafft haben. Zufrieden pedalieren wir auf die Vogesen zu und fragen uns immer wieder nach der Sinnhaftigkeit dieses Unterfangens, denn so viele Kilometer am Stück berghoch, voll bepackt mit Taschen und Co., sind wir noch nie gefahren.

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Zum Glück sind wir schnell wieder abgelenkt. Henrik muss noch shoppen. Mal wieder Sachen zu Hause vergessen. Diesmal eben T-Shirts, letztes Mal waren es Boxershorts. Mit nur einem Shirt 4 Tage bei Bullenhitze durch die Berge? Besser nicht. Warum haben wir eigentlich unsere Packliste? Hm?

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Höhenmeter. Gleich. Steil. Fuck.

So nun aber mal Radfahren und Berge. Attacke, Berge wir kommen oder die Berge kommen…. urplötzlich knallt die erste Steigung rein. Alter! What? Bepackt wie Esel, mit zwei Gepäckträgertaschen und Zelt eiern wir die Berge hoch. Auf den ersten Metern fahren wir gefühlt Wheelie, weil das Vorderrad immer wieder in der Luft hängt, so steil ist es auf den ersten Metern des Anstiegs zum Petit Ballon. Wenn das so weitergeht, fallen wir in unter 5 min tot vom Rad. Boah!

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Jede:r strampelt für sich sein Tempo am Petit Ballon in den Vogesen

Ab jetzt jeder für sich und irgendwie die Karren den Petit Ballon hochfahren. Wir verabreden, dass wir jeweils den eigenen Rhythmus fahren. Geht auch gar nicht anders. Die ersten paar Höhenmeter rücken die Tour de France in ganz anderes Licht. “Allez, Allez”” heißt es jetzt auch für uns, nur eben viel langsamer, irgendwo zwischen 5 und 7 km/h.

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Auf der Straße sind alle Radsportgrößen mit wasserfester Farbe verewigt und zeigen, dass wir hier eigentlich fehl am Berg sind. Nach den ersten Zweifeln stellt sich aber schnell ein Gefühl der inneren Zufriedenheit ein. Ist Zufriedenheit das richtige Wort? Keine Ahnung. Zumindest sind wir im “Wir ziehen den Mist jetzt hier durch”-Modus.

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Es überholen uns Rennräder mit Fahrer:innen, die bestimmt doppelt so alt und welche, die nur halb so alt wie wir sind. Egal, am Berg führt jede:r seinen eigenen Kampf, das merken wir schnell. Wir werden angefeuert, beklatscht und erhalten das ein oder andere respektvolle Nicken für unser Gepäck. Kopfschütteln wäre eigentlich bei 15 kg eher angebracht, doch wir fühlen uns hier wohl. Radfahrheinis unter sich. Mega!

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Puls und Vorderrad gehen hoch beim Radfahren in den Vogesen

Unser Puls geht wie unser Vorderrad hoch. Wir haben das Gefühl, unsere Taschen wollen wieder nach unten, aber so läuft das nicht. Wir schaffen das. Natürlich nicht in einem Rutsch. Immer wieder steigen wir ab wenn es einfach nicht mehr geht und lassen den Körper etwas herunterfahren.

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Wasser kann auch so einiges. Diesmal sogar in doppelter Ausführung am Rad. Meter um Meter kämpfen wir uns in die Höhe.

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Jeder muss hier seinen eigenen Rhythmus finden. Nebeneinander fahren und schnacken is da nicht mehr. Wir sehen uns oben, alter Freund. Nach 10 km bergauf haben wir es dann doch irgendwann geschafft.

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Col du Petit BALLON Alt: 1163 m Check! Haben wir gemacht. Wir können es selbst kaum glauben und würden vor Freude hüpfen, wenn wir noch könnten. High five in Gedanken und liegen. Hilft ja nix. Sind eben keine Topsportler.

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Eine Berghütte! Wir müssen essen beim Radfahren in den Vogesen

Etwas weiter unten, in Sichtweite, gibt es einer Hütte. Nur ein paar Meter hinter den Gipfel, in den ersten Kehren der Abfahrt vom Petit Ballon. Die vegetarische Karte lässt zu wünschen übrig bzw. ist nicht vorhanden. Aber nun gut, Pommes und Salat an Radler tut es dann auch. Frisch gestärkt füllen wir unsere Flaschen wieder auf, das war ja erst der erste Teil vom ganzen Spaßprogramm am heutigen Tag.

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Auf zum Grand Ballon in den Vogesen

Hier der weitere Plan: Wir fahren runter. Abfahrt yeah! Und dann wieder hoch. Buh! Auf zum Grand Ballon. Wenn wir das einmal geschafft haben, schaffen wir das auch ein zweites Mal. Motivation ist das A und O. Kopfschüttelnd geht es wieder auf die Räder. Lebe im Hier und Jetzt heißt es doch und so genießen wir jetzt unsere hart erkämpfte Abfahrt, mit Helm versteht sich.

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Doch auch die schönste Abfahrt geht mal vorbei und irgendwie viel schneller als das Bergauf. Doch bei aller Quälerei, eine lange Abfahrt entschädigt wirklich für alles. Der Wind saust uns um die Nasen und wir lassen einfach rollen. Serpentine um Serpentine schlängeln wir uns wieder den Petit Ballon hinab, Boah. Könnte das eine neue Liebe werden? Also neben den Flusstouren und dem Müßiggang?

Auch lange Abfahrten sind beim Radfahren in den Vogesen schnell vorbei

Auf ca. 600 m ist es aber wieder vorbei, also das Dingen mit dem Wind um die Nase und dem Auslüften der in Schweiß getränkten Klamotten. Wir müssen oder wollen wieder hoch. Haben wir ja schon einmal geschafft, da wird eine zweite Bergfahrt auf den Grand Ballon wohl auch noch drin sein, oder?

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Nächster Halt: Col du Grand BALLON Alt 1343 m. Was machen wir hier eigentlich? Am Rand von Sondernach quälen wir uns damit die zweite Runde hoch. Meter für Meter und wieder die ewigen Gedanken über die Sinnhaftigkeit der ganzen Aktion. Das getrocknete Shirt ist ruckzuck wieder nass und der Puls oben.

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“Allez, Allez!” Fahrradrabauken

Doch wie schon am Petit BALLON sind wir hier auch nicht allein und so werden wir am Ende tatsächlich auch wieder beklatscht. Ihr könnt sagen, was ihr wollt. Das Ganze motiviert schon und wem wird nicht gerne geschmeichelt.

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Wir sind immer noch keine Top-Sportler und werden es wahrscheinlich auch nicht mehr werden, doch dieses Bild sag eigentlich alles. Wir haben es geschafft und sind nicht von Rad gefallen und wurden in den Vogesen verbuddelt. Fett! Berg zwei im Sack!

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Hier das Sieger:innenfoto

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Ganz bis oben kommen wir dann aber doch nicht mit unseren Rädern. Den letzten Teil müsst ihr nämlich dann zu Fuß gehen. Henrik will eh nur noch sitzen und Bastian ist es auch zu blöd von Rad zu steigen und eigentlich ist so ein kaltes Getränk auch viel besser als eine finale Hikingtour für die letzten Höhenmeter bis zum Gipfelkreuz des Grand Ballon.

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Kaltgetränke beim Radfahren in den Vogesen

Heißt ja auch nicht Wanderrabauken, also nimmt Bastian Platz neben Henrik und gönnt sich ebenfalls ein Kaltgetränk. Wie schön es doch auf so einem Berg ist! Auch wenn man hier mit dem Auto hochkommt und nicht allein und abgeschieden für sich ist.

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Wir sind mehr als zufrieden, als wir zur letzten Abfahrt am heutigen Tag ansetzten. Macht das Bock! Hui! Die GoPro Videos hauen wir euch bald auch noch um die Ohren. Die muss nur irgendwer noch schneiden. Freiwillige vor.

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Das Doofe an so Abfahrten ist nur, dass Höhenmeter flöten gehen, aber die Abendsonne taucht alles in ein leichtes Sepia und in Kombi mit dem Wind um unsere Nase, sind wir mehr als glückselig.

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Zum Glück liegt der Campingplatz des Tages direkt an der Abfahrt in den Vogesen, mitten im Wald, sehr idylisch. Also einfach ins Zelt rein rollen und morgen wieder raus rollen. Wie Geil. Die Rezeption hat mittlerweile geschlossen, aber nach einem kurzen klopfen wird uns geöffnet und wir checken ein und Henrik kauft noch schnell eine neue Zahnbürste. Hat der überhaupt irgendwas mit, außer die Taschen voller Geld?

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Wir setzen uns auf die Terrasse, in der Hoffnung etwas zu essen zu ergattern und werden bitter enttäuscht. Fehlanzeige, Pizza ist für heute aus. Bier gibt es zum Glück noch, doch so richtigen Hunger bekommen wir damit auch nicht weg. Also doch Nudeln am Zelt? Ach, wir sind ohnehin gerade sehr selig und faul. Zelt aufbauen und kochen? Ha, machen wir einfach später.

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Wir lernen Olaf beim Radfahren in den Vogesen kennen

Und so ergibt wieder mal eins das andere. Wir kommen noch mit Olaf am Nachbartisch ins Gespräch, verplaudern uns und zack ist es dunkel. Voll verquatscht und es sind aber Ende September auch keine langen Sommernächte mehr. Das nur als Reminder für uns. Aus Mitleid bekommen wir noch ein paar süße Brötchen, welche wohl übrig geblieben sind, in die Hand gedrückt. Super nett! Danke an dieser Stelle an unsere nette Bedienung. Langsam wächst in uns die Erkenntnis, dass wir doch mal ins Bett bzw. das Zelt müssen. Unser Körper sind auch gut Schrott von diesem Tag, an dem wir erst 10 KM mit 761 Höhenmetern den Petit und dann nochmal ca. 26 Km mit 887 Höhenmetern den Grand Ballon hoch sind. Over and Out!

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Doch so ein Zelt will auch noch aufgebaut werden und wir sind immer noch viel zu überdreht von dem heutigen Tag und dem Erreichten. Somit entkorken wir noch eine letzte Flasche Wein und flüstern uns zum x-mal die Heldengeschichten der vergangenen Stunden zu. Fachsimpeln vor dem Zelt, während alle anderen schon schlafen. Schöner kann es kaum sein. Cheers mein Freund!

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Morgen geht es endlich (oder schon?) in den Schwarzwald. Hier lest ihr den zweiten Teil. Rabauken unterwegs!

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