Ruruferradweg, Vennbahn und Grünroute-Eifel: Ein Köln-Weekender vom Feinsten über circa 200 km

Wir waren auch schon mal besser. In unserer Verplantheit zumindest sicher, dass wir immer bei den ersten wärmeren Sonnenstrahlen der Saison gemeinsam auf Tour fahren. Doch in diesem Jahr ist der Wurm drin. Das Leben als Eltern ist nämlich irgendwie ganz schön durchgetaktet. Dennoch, obwohl schon Juli, geht’s endlich los: Eine Wochenendtour über Teile des Ruruferradwegs, der Vennbahn und der Grünroute im Dreiländereck Deutschland-Belgien-Niederlande. Circa 200 KM mit viel Abwechslung.

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Es wird mal wieder Zeit für eine Fahrradtour in der Nähe von Köln

Zeit die Handbremse zu ziehen und mal wieder ein Wochenende unterwegs zu sein. Nur wir, Bastian und Henrik und unsere treuen Drahtesel. Lange genug wurden Wochenenden verschoben, aufgehoben, vergessen. Waren wir alles selbst schuld und so freuen wir uns, als wir uns Freitagmorgens um 9 Uhr am Ehrenfelder Bahnhof endlich in die Arme schließen können. Is ja nicht so, dass wir uns nicht oft sehen, aber so mit Gepäck und Rad, das ist schon ein, zwei Freudentränen wert. 

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Wo fahren wir eigentlich hin? Erstmal RurUfer-Radweg

In guter alter Rabaukenmanier waren wir uns bis zum Schluss nicht sicher, wohin es überhaupt geht. Zig Ideen wurden gedropped und auch bald wieder verworfen. Ein Problem: Die Züge fahren wegen Bauarbeiten zurzeit dieser Tour bloß bis Koblenz oder Düren, ab dahinter ist nur noch Ersatzverkehr im Bus ohne Fahrradmitnahme. Gar kein Bock drauf. Also was machen? 

Wie plane ich eine Radtour über das Wochenende?

Bei allem verplanten Hin und Her rund um unsere Touren, kreisen unsere Gedanken doch eigentlich immer um die gleichen Fragen. Hier mal unsere gedanklichen Eckpunkte für die Planung dieses Touren-Weekenders:

  1. Kurze An-/Abreise: Zugreise (Hin und Zurück) bitte nicht länger als 2h, damit maximal viel Fun aufm Rad bleibt.
  2. Schön soll es sein: Irgendwie so was à la Flussrouten oder so
  3. Sportlickeit I: Etwas sportlich, aber bitte nicht zu viele Höhenmeter
  4. Sportlichkeit II: Siehe Sportlichkeit I; schon aber auch son bisschen Berg, oder? 
  5. Sportlichkeit III: und Schnellfahren?
  6. Übernachtung: Zelten kneifen wir uns dieses Mal. Hotelfrühstück ist manchmal auch einfach das Beste.
  7. Verpflegung und allgemeine Einstellung: Kaltgetränke und Müßiggang 
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Wir starten auf dem RurUfer-Radweg

Unter’m Strich gehts bei unseren Überlegungen zu dieser Wochenendtour eigentlich um Folgendes: Lass mal wieder so richtig Radkurzurlaub machen ohne Rennradklamotte, aber eben auch ohne Zelt. Kopf schnell vom Alltag freikriegen und einfach auf dem Rad rumbummeln. Dazu ne große Portion Natur tanken und das ganze noch schön scharf mit ein paar Kaltgetränken würzen. Herrlich!

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Hier das Ergebnis unserer Wochenendplanung mit dem Fahrrad

  1. Zugreise nach Düren von Köln-Ehrenfeld sind ca. 28 min – CHECK
  2. Rur (ohne h) ist bei Düren. RurUfer-Radweg – CHECK
  3. und
  4. Lass die ganze Route einfach Richtung Quelle bis Monschau fahren, also bergauf.
  5. dann weiter auf die Vennbahn nach Aachen – locker ballern und rollen lassen
  6. App auf und Unterkünfte in Monschau und Stolberg schon vorsichten
  7. Wird sich einfach locker einstellen. 

Wir überlassen hier also rein gar nichts mehr dem Zufall, dafür sind wir eben zu sehr Profis. So sehr, dass uns im Zug doch kurz einmal der Arsch auf Felge geht, als wir uns irgendwie vergucken und mehr als 90 km Tagestour im Raum bzw. im Weg stehen. F***.

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Komoot hilft uns bei der Tourenplanung mit dem Fahrrad um auf den RurUfe-Radweg zu kommen

Ah ja, Komoot richtig lesen und verstehen hilft. Durchatmen, denn es sind dann doch nur rd. 70 km, easy zu schaffen. Wir also raus aus dem Zug und ab ans Rurufer. So richtig haben wir keine Erwartungen. Düren. RurUfer-Radweg. Kein Plan. Doch wie es dann immer so ist, hat uns der Eifeltourismus voll in seinem Bann gezogen. Wiesen, Wälder, Asphalt, Kies (Gravel), Fluss, Stausee … alles dabei. Boah, derbe gute Strecke! 

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Wir starten auf dem RurUfer-Radweg

Das Wetter für diesen Weekender ist mehr als gut, fast schon zu gut. Sonne satt und Temperaturen jenseits der 30 Grad. Bißchen heftig auch. Davon bekommen wir aber an diesem Tag eigentlich nur am Rande etwas mit. Zum einen, weil wir wirklich happy sind, uns für diesen wunderschönen Radweg entlang des Rurufers entschieden zu haben und zum anderen, weil doch weite Teile der Strecke im Schatten liegen. 

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Der RurUfer-Radweg rutscht im Ranking ganz weit nach oben

Dieser Teil des RurUfer-Radwegs rutscht an diesem Tag in unserem Rabauken-Ranking immer weiter nach oben und wird sich am Ende des Tages einen Platz unter unseren drei liebsten Flussradwegen sichern. Irgendwie is einfach alles dabei: Viel Wasser, viel grün links und rechts der Strecke und dann auch noch eine gute Abwechslung an Untergründen und Landschaften. Richtig gut.

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Doch wie heißt es so schön: After the sun comes rain bzw. Hunger! Henrik hat die Tasche voller “Protein-power-wir-knallen-noch-eben- fix-den-Berg-hoch-Riegel”. Doch wirklich glücklich macht uns an diesem Tag so ein richtiges Biker-Frühstück am Rursee.

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Campingplätze in Heimbach und am RurUfer-Radweg

Eine Reihe von netten Campingplätzen sehen wir entlang des Rurufers. Zum Beispiel in Heimbach, dem schönen Ort mit dem schönen Campingplatz und dem schönen Freibad. Dies aber nur am Rande und für uns als Reminder für Campingkurztripps. Wir sind dieses Wochenende Hotelrabauken. Zurück zum Bikerfrühstück. Uns beschleicht das Gefühl, dass das eigentlich eher was für die Motoradzunft ist. Aber auch so halbe Hemden ohne Lederjacke, wie wir, werden an diesem Bikertreff direkt am Rursee freundlich bedient.

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RurUfer-Radweg und Bikefrühstück

Es gibt sogar noch das Bike(r)frühstück und das, obwohl 12 Uhr schon durch ist. Brötchen, Käse, Eier und Butter. Basic und für zwei vegetarische Nasen wie uns tiptop. Darauf noch schnell zwei 12 Uhr-Eifeler-Landbier und schon stecken wir drin in der Mittags-Faulheitsfalle. 

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Warum eigentlich weiter fahren. Warum sind wir noch keine 70 und bleiben einfach sitzen wie alle anderen hier? Ja eben drum. Sind wir halt noch nicht und das wäre ja auch langweilig. Also, auf die Pferde und weiter junger Freund. Wer hier wen motiviert? Puh, bei uns immer so ne Sache, stets variabel. Könnt ihr euch aussuchen. 

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RurUfer-Radweg. Weiter geht es stromaufwärts

Irgendwann ist aber jede Pause vorbei, zumindest wenn man nur ein Wochenende Zeit hat. Das Ganze würde wahrscheinlich anders aussehen, wenn wir über Jahre auf dem Rad sitzen würden. 

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Fahrradfahren wie in Italien

Jetzt aber rauf auf die Räder und prompt werden wir belohnt. Wie schön ist denn bitte der Rursee? Es fährt sich, als wären wir in Italien (Gardasee oder so) oder sonst irgendwie am Mittelmeer. Das macht die Sonne, das macht das Wetter, das macht das Urlaubsgefühl. Aber so was von. Sonne kann doch schon einiges. Der Trick ist einfach seine Geschwindigkeit anzupassen und die Landschaft wirken zulassen. Bella Eifel, ja!

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Steile, schnelle Abfahrten und Kurven auf dem RurUfer-Radweg

Geschwindigkeit anpassen. Bastian, hast du das gelesen? Abfahrten und scharfe Kurven gibt es nämlich um den See genug. Mit “Einfach mal laufen lassen”, ist das aber so eine Sache. Macht Spaß, aber das Gepäck schiebt eben auch von hinten an und so landet Bastian nach einer schnellen Abfahrt schnurstracks auf einen Auslaufweg, weil die Kurve nicht mehr passt und liegt kurz erschrocken auf dem Rücken. Käferstyle. Fast die kleine Böschung runter. Aber xix passiert. Jetzt besser mal aufpassen und Geschwindigkeit anpassen. 

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Irgendwann ist aber auch mal der größte See umfahren, aber dann kommen schon Baumaschinen. Alter, Baumaschinen! Lass absteigen, draufklettern und irgendwie sowas wie ne lustige Pose machen. Ganz individuell, kommt sonst niemand drauf. Seht selbst. Übrigens: Gelb und blauer Himmel, immer ein Foto wert.

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Monschau ist unser Ziel auf dem RurUfer-Radweg

Es geht weiter durch den Nationalpark Eifel. Kurz vor Monschau steigen wir nochmal von den Rädern und machen eine ausgedehnte Pause. Mittlerweile bei Radler angekommen, weil es für Bier einfach zu warm ist (Hm, klar Bastian, Radler, siehe Bild unten). Der Körper braucht süß, kalt und Kohlensäure. Was liegt da näher als Weinschorle! Richtig clever wäre warm ohne Kohlensäure und so etwas wie Tee, haben wir mal irgendwo gelesen. Doch hey, es ist Sommer und nciht mehr weit bis zum heutigen Zielort.

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Ab ins Mittelalter nach Monschau, gefühlt etwas aus der Zeit gefallen. Es schieben sich Horden von Tourist:innen durch die Straßen. Wir haben uns das schönste Hotel im Ort gesichert, vom Stlye her irgendwo zwischen mittelalterlichem Rittergut und Draculas Herberge. Herrlich.

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Wir haben eine Unterkunft in Monschau

Unsere Räder schieben wir in eine Garage, so sind unsere Fortbewegungsmittel zumindest schon mal sicher. Danke dafür. Wir springen schnell unter die kalte Dusche um die Kruste aus Salz, Sonnenmilch und Kettenfett abzuspülen und uns ausgehfertig zumachen. So richtige Bikepacker eben, immer ne saubere Jeans im Gepäck. Muss bei uns eben auch sein. 

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Abendessen in Monschau auf dem RurUfer-Radweg

Wir streunen durch die Stadt und wissen nicht so recht wohin. Nach einigen Minuten des ziellosen Rumirrens entdecken wir den Laden mit dem einladenden Namen “Hüftgold”. Auf der Karte einige vegetarische und auch vegane Gerichte. Für uns beide wird es die Backkartoffel mit Champignons wieder. Lecker. Wir sitzen recht gemütlich mitten in der Altstadt und müssen doch irgendwann gehen, weil das Restaurant seine Pforten schließt.

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Wir lassen uns weiter treiben und gehen kurz in einen Braukeller. Keller? Bei dem Wetter? Nee, lass mal. Doch so langsam klappen sich die Bürgersteige hoch und das trotz Wochenende. Wir lassen den Abend im letzten Lokal der Stadt bei Live-Musik ausklingen und fallen selig in unsere wunderbaren Hotelbetten.

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Der zweite Tag startet dem Abend geschuldet etwas schwerfälliger. Warum nicht einfach mal früher ins Bett? Diese Frage haben wir uns aber schon so oft gestellt, dass sie wirklich ihren Wert verliert. Die einfache Antwort ist: Weil wir frei haben, so richtig. Und so richtig spät war es dann auch gar nicht. 

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Wir frühstücken in Ruhe, und Bastian haut sich 4 Brötchen, drei Eier und 2 Schalen Müsli rein. Bastian halt eher so der Typ “Morgens richtig viel rein, dann lange nichts”, für ihn eine erprobte Taktik. Während Henrik lieber kleine Waffelportionen über den Tag mit Eisbällchen in sich reinschaufelt, stopft Bastian sich halt morgens richtig voll und wartet dann auf das Abendessen, was, wie der Name schon vermuten lässt, erst am Abend stattfindet. Beide Taktiken gehen auf und zur Not gibt es auch noch immer die Riegel (wo waren die noch gleich, ach egal). 

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Kurz auf das Handy geguckt. Mutti schreibt, was von Eincremen. Womit? Ach so, ja, Sonne und so weiter. Also ordentlich Sonnencreme drauf, so gut es geht… Das Resultat wird sich morgen schmerzlich zeigen….

Mehrmals am Tag unsere Wasserflaschen auf, denn bei über 30 Grad wird das nichts ohne Wasser, das ist selbst uns klar. 

Wir wollen in Richtung Vennbahn

Wir schieben unsere Fahrräder aus der Monschauer Garage und stellen erst mal das Navi ein. Hört sich besser an, als es ist und im Laufe der Tour werden wir eine Mischung aus zwei Handys, Garmin Edge, Komoot und Google fahren. Wir werden uns aber noch mal intensiv mit dem Edge beschäftigen. Versprochen. 

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Erst geht es bergauf auf die Vennbahn

Jetzt geht es aber erst mal bergauf, aus Monschau raus, und das sagen nämlich beide Handys und das Garmin Dingen. Also hoch da Richtung Vennbahn. Oben angekommen sind wir ziemlich fertig und die Sonne dreht immer weiter auf. Direkt zu Beginn ca. 3 KM bergan. Prima, das wird heute ein richtiger Spaß. 

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Vennbahn in der Nähe von Monschau

Auf der Vennbahn (GPX hier) angekommen, starten wir ohne große Erwartungen und treten eher meditativ mal neben- und mal hintereinander in die Pedale. Kilometer um Kilometer rennt an uns vorbei. Vielmehr wird auch eigentlich die nächsten ca. 50 KM nicht passieren. Hier kann man richtig gut rollen lassen und kann gelegentlich an alten Bahnhöfen, welche zu Kiosken umgebaut wurden, stoppen und sich stärken. Pause müssen wir auch machen, denn 33 Grad sind echt etwas viel für uns und das trotz Mütze und literweise Sonnencreme.

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Viele Menschen auf der Vennbahn

Denn auch nur gerade aus, schlaucht bei der Hitze. Es ist wirklich brühend warm. Und trotzdem: An diesem Samstag sind echt viele Menschen unterwegs. Macht dann doch irgendwie das sonnige Wetter, nech? Ob jung oder alt, ob Rennradtypen oder Gravelnasen. Oder einfach, vielleicht am besten passend zu Wetter und Strecke: Auf dem Liegefahrrad unterwegs. Hier trifft sich so ziemlich alles, sicher auch weil die Strecke kaum Höhenmeter und einen nigelnagelneuen Fahrbahnbelag hat.

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Die Vennbahn lässt einen zügig rollen

Wir rollen und rollen. Das geht flott, fast schon zu flott und wir überlegen, welche Schleifen wir noch am frühen Nachmittag ziehen sollen. Sind zusätzliche Kilometer bei der Hitze überhaupt sinnvoll? Wir rechnen mit 65 km und das scheint uns doch etwas wenig, zumal die Strecke von Monschau Richtung Aachen teilweise leicht abschüssig ist.

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Die Vennbahn als Kontrast zum RurUfer-Radweg

Hm, für uns an diesem Tag etwas eintönig. Der Abschnitt auf der Vennbahn ist irgendwie ein starker Kontrast zum Vortag auf dem RurUfer-Radweg. Dort war auf jeden Fall mehr Abwechslung. Es geht schnell in Richtung Aachen und viel zu schnell stehen wir vor dem Dom mit viel zu vielen Menschen. Wir müssen hier raus und das schnell.

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Deswegen sind wir ja aus Köln weg: Kein Bock auf so viele Menschen an einem Ort. Wir wollten ja eher Ruhe und Natur. 15 km haben wir noch vor uns, von Aachen bis Stolberg. Easy. In Aachen wechseln wir auf die GrünRoute Eifel. Mehr Infos gibt es hier. Die Strecke zwischen Aachen und Stolberg führt viel über Feld- und Wiesenwege. Nach einem kurzen Kaltgetränk-Pitstop an einem Forsthaus in der Nähe, kommen wir auch schon in Stolberg an. Pünktlich zur Ankunft fallen uns tatsächlich ein paar Regentropfen auf die Nase.

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Hotel in der Altstadt von Stolberg

Das City-Hotel ist schnell gefunden. Fast hätte unsere Buchung über einen bekannten Anbieter nicht geklappt. Weil ausgebucht. Dann gibt es aber doch noch einen muckeligen Raum mit Whirlpool (aber ohne Dusche, why?) für uns. Offen gestanden wäre uns eine Dusche hier lieber. In 50 Jahren müssen wir uns ohnehin im Sitzen waschen oder waschen lassen, aber jetzt doch noch nicht. 

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Wer schaut schon auf Packlisten für eine Fahrradtour

Wir merken an diesem Abend die Sonnenstunden. Nicht so sehr die Kilometer, aber alles in Kombi schlaucht doch sehr. Schnell die Musiktaste am Pool gedrückt und mit Blech-Sound wieder mal Schweiß, Sonnencreme und Kettenfett von der Haut schrubben. Das Ganze mit der guten alten stark parfümierten Hotelseife. Herrlich! Denn wer guckt schon vor Touren auf Packlisten?

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Abendessen in Stolberg

Hunger! Da wir ja sehr luxuriös unterwegs sind, gönnen wir uns auch heute mal wieder die komplette Packung. Wir finden mit Glück ein Plätzchen bei George im Bistro, unten am Katzentisch. Riecht ein bißchen nach Klo in der Eselgasse, aber besser als nix. Hier sollte man besser vorab mal anrufen und was reservieren. Echt. Ach, übrigens, was wir nicht wussten: Stolberg wurde 2021 auch von der Flut heimgesucht. Hat man ja alles irgendwie doch schon wieder vergessen, bei dem ganzen anderen Weltgeschehen. In der Stolberger Innen- und Altstadt sieht man auf jeden Fall noch wie heftig das Hochwasser auch hier gewütet hat.

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Ausgehen in Stolberg, nicht mehr auf der Vennbahn, sondern auf der Grünroute Eifel

So viel ist noch gar nicht wieder da bzw. geöffnet. Nicht wenige Schaufenster verstecken sich noch hinter Holzbrettern oder Planen. Das Essen bei George schmeckt aber ausgezeichnet und wir versuchen uns wieder mal vom Bitburger fern zuhalten, echt nicht unser Dingen und wir schütten ja generell schon viel in uns rein. Also Aperol und Kilkenny. Yeah!

Nicht ganz sicher, was wir an diesem Abend noch machen sollen, außer einfach stumpf auf zwei Stühlen nebeneinanderzusitzen und uns ein Getränk nach dem anderen reinzuschütten. Wie wäre es mit dem Spaziergang zur Burg hoch? Ok, weitere Kaltgetränk verschiebend laufen wir – ganz Touristen – die letzten Stufen hoch zur Burg. 

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Die Burg Stolberg ist einen Spaziergang wert

Sunset in Stolberg. Wie schön und komplett für umme zugänglich. Oben gibt es auch noch ein Restaurant, aber ganz so schlimm ist es um uns noch nicht gestellt und so verziehen wir uns in eine kleine Gasse am Fuße der Burg und trinken noch belgische Biere…. und schon verrinnt wieder die Zeit. In kurzer Hose und in einer immer noch warmen Sommernacht ergibt aber auch ein Hotel wenig Sinn, oder?

Jetzt aber ab ins Bett Ihr Rabauken

Irgendwann fallen uns dann aber doch beim x-ten Leffe förmlich die Augen zu. Wir verlassen die Altstadt und machen uns auf den Weg zum Hotel. Komplett im Eimer schlafen wir mit einem breiten Grinsen im Stolberger Hotel ein. Frühstück? Ja gerne. Schnell schlafen, tztztztz.

Freitag zurück nach Düren über die Grünroute Eifel

Frühstück fällt heute tatsächlich etwas kleiner aus und das, obwohl wir uns wirklich Mühe geben, uns wieder auf die letzen Kilometer vorzubereiten. Richtig clever wäre es auch gewesen, richtig früh aufzustehen. Aber das hätte wahrscheinlich auch nichts gebracht. Es kühlt sich nachts auch nicht mehr so richtig ab und so schieben wir unsere Räder nach einem perfekten Frühstück gegen eine Wand aus Hitze und das schon morgens um 10 Uhr. 

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Ein Unwetter naht. Wie schön war der RurUfer-Radweg

Das kann nur gut werden. Das Handy macht auf ein nahendes Unwetter aufmerksam, was wir nach den verpatzten Information der Wetterdienste in der Region dann doch mal ernst nehmen. Wird wohl keine Jahrhundertflut, aber auf dem Rad sitzen, wenn der Himmel einstürzt, ist auch nicht so gut. 

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60 km liegen heute vor uns. Eigentlich entspannt. Der Plan ist, dass wir gegen späten Nachmittag wieder in Köln sind. Von Stolberg geht es also am dritten Tourentag Richtung Düren, so, dass sich der Kreis zum Tourenstart am Freitag schließt.

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Schnell ist die Grünroute Eifel wiedergefunden und wir rollen auf den ersten Kilometern Richtung Tourende zu. Heute gönnen wir uns aber noch son richtigen Urlaubstag. Das haben wir uns versprochen. Sonst sind wir morgens schon wieder in die Bahn gehüpft und schnell nach Hause gefahren, aber warum eigentlich? Sonntag ist ja auch noch ein Tag und so nehmen wir diesen auch noch komplett mit. 

Zu einem Urlaubstag gehört auch Bargeld, auch auf der Ruruferradweg Vennbahn und Grünroute Eifel Route

Und das brauchen wir, sonst biste ja nicht in diesem Land. Henrik nutzt die voll klimatisierte und gläsernen Umkleide und zieht sich noch schnell seine Polsterhose an. Schönen Gruß an die Volksbank. Wenn ihr das Video verkauft, wollen wir Anteile haben. Passives Einkommen sozusagen. #onlyfans

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Die Sonne knallt ohne Gnade auf unsere Köpfe

Die Sonne knallt ohne Gnade von oben. Dass es wirklich heiß ist, müssen wir wahrscheinlich nicht noch mal erwähnen. Aber: Es ist wirklich heiß.

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Abkühlung auf der Grünroute Eifel

Unsere fast 2,5 L Wasser sind schnell weg. Jetzt noch den steilen Berg hoch auf das freie Feld und zack, das war es, wir legen unsere Räder hin und uns daneben. Boah, gesund ist wahrscheinlich etwas anderes. Da kommt uns der Wegweiser zum Blausteinsee wie gerufen. Der See liegt zwar nicht direkt auf der Route, aber die ca. 3 km sind es uns Wert, um nicht mit einem Hitzeschlag vom Rad zu fallen. 

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Baden in Blausteinsee auf der Grünroute Eifel

Wir müssen uns abkühlen. Von dieser großartigen Idee und Aktion gibt es tatsächlich keine Bilder. Ihr seht, wie ernst es war. Von der Aktion danach aber schon, denn ein paar Meter weiter könnt ihr Brownies mit Sahne essen. Mmmh … Yummy! Waffel-Henrik kommt mal wieder voll auf seine Kosten, während Bastian noch satt vom Frühstück daneben sitzt. Selbst auf dem Spielplatz am See ist nichts los. So heiß … Ihr wisst schon.

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Fahrradrabauken im Radmodus

Wir sind vollkommen im Radmodus und könnten noch ewig weiterfahren. Die Klamotten sind durchgeschwitzt und noch nass vom See, aber alles ist so egal. Das ist das Schöne. Heute würden wir auch Zelten. Isso!

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Leider müssen wir aber weiter in Richtung Jülich. Wir nehmen eine schnelle Abkürzung über eine Bahntrasse und fahren hinter unserem Badesee das letzte Stück nicht über die Grünroute Eifel. Wir brauchen Schatten und müssen mal wieder laufen lassen, damit wir das Gefühl haben voranzukommen.

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Hinter Jülich geht es wieder auf den guten alten RurUfer-Radweg Richtung Düren. Wir haben es fast geschafft. Der Wind zieht etwas an und gibt einen Vorgeschmack auf das kommende Unwetter. 

RurUfer-Radweg, Vennbahn und Grünroute Eifel: Ein echter Weekender-Tipp

Wer nun denkt, wir springen in unserem Zielort Düren direkt schnell in die Bahn, liegt aber falsch. Kurz vor dem Ziel haben wir immer eine Pause gemacht. Unwetter hin oder her.

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Eine Stunde später, ein schließendes Kaltgetränk muss sein, schaffen wir es dann aber doch zurück nach Köln-Ehrenfeld. Doch vor dem Falafelkönig steht Bastian dann alleine. Warum eigentlich? Wir können noch besser werden und nehmen uns vor das nächste Mal noch etwas zusammen zu essen. Leider haben auch die schönsten Wochenenden ein Ende und Wege trennen sich. Bis bald, mein Freund!

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Dieser Weekender hat richtig Bock gemacht, Bock auf weitere Radtouren. Unser Tipp für euch: Einfach mal ein Wochenende aufs Rad und aus der Stadt raus. Muss gar nicht unbedingt weit weg sein. Wie meinte der alte Goethe doch noch: “Sieh das Gute liegt so nah” oder so ähnlich. Also, ab aufs Rad und seid raubkig!

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