In diesem Beitrag geht es um eine Fahrradtour durch das malerische Münsterland. Knappe 190 km in und um Münster. Freestyle. Plattes Land und nette Leute. Wir starten in Münster Hauptbahnhof und fahren über die Rieselfelder in Richtung Werse auf den Werse-Radweg.

Weiter über den Ems-Auen-Radweg über Telgte und Warendorf

Weiter geht es entlang des Ems-Auen-Radwegs über Telgte und Warendorf nach Sendenhorst. An Tag Drei, dann von Sendenhorst nach Ahlen, Richtung Beckum und Beckumer Berge nach Oelde und dann über Schloss Vornholz nach Ennigerloh. Getränkepausen und nette Gespräche inklusive. Viel Spaß beim Lesen.

Münsterland wir kommen. Endlich!

Endlich kommen wir ins Münsterland! Schon im letzten Jahr geplant und jetzt in 2020 endlich umgesetzt. Gut Ding will bei uns ja bekanntlich immer ein wenig Weile haben. Es ist mittlerweile Juli und Covid-19 ist immer noch nicht verschwunden.

DB und Rad im Corona 2020 Style

Lockdown im Kreis Warendorf

Zumindest gibt es zum Zeitpunkt unserer Tour keinen Lockdown mehr für den Kreis Warendorf und somit kann es losgehen. Wir haben sogar so etwas wie einen Plan ausgearbeitet, denn anders als bei unseren bisherigen Touren gibt es keine feste Strecke à la Ruhrtalradweg etc.

Wir sind echt spät dran, ab geht es in Richtung Münster

Verhältnismäßig spät treffen wir uns um 8.30 Uhr in Köln-Ehrenfeld, um zusammen in Richtung Hauptbahnhof zu radeln. Wir müssen aber auch nur in die Bimmelbahn und sind schon binnen 2h Stunden im schönen Westfalen. Schnell noch ein paar Brötchen auf die Hand, auch wenn wir uns normalerweise mit dem Schmieren von Stullen abwechseln, hat es dieses Mal nicht ganz geklappt. Dafür gibt es bald eine neue Kategorie Fahrradtour mit Kids. Ihr versteht. Morgens ist jetzt alles etwas anders.

Münster Hauptbahnhof und technische Probleme

Der Zug spuckt uns endlich in Münster aus und jetzt könnte es eigentlich richtig losgehen. Henriks Tacho ist aber noch tot und wir düsen für eine neue Batterie erstmal Richtung Fotoladen. Gut vorbereitet ist halb gefahren oder so ähnlich. Unser Ding, auch in 2020. Zumindest unsere Corona-Masken sind am Start.

Rieselfelder im Norden von Münster

Die ersten Tropfen fallen auf unsere Nasen und ein Blick in den Himmel verheißt nichts Gutes. Nochmal verschieben ist aber keine Option, ebenso wenig wie die gewohnte Vorgehensweise: Abwarten und Biertrinken. Wir müssen ja erstmal los. Also Gas! Auf gehts zu den Rieselfeldern.

Wir müssen uns erst wieder einspielen – Die Richtung Kinderhaus stimmt

Auf den ersten Metern müssen wir uns immer erst einspielen. Schilder, fahren, reden, gucken. Läuft noch nicht so gut und wir stehen das ein oder andere Mal orientierungslos an Richtungsschildern. Einer der Nachteile, wenn ihr keine Themenroute oder Flusstour macht. Die grobe Richtung stimmt aber, Kinderhaus.

LIEBE!

Zur Geschichte des Stadtteils Münster-Kinderhaus könnte man jetzt je nach Interesse sicherlich ‘ne Menge schreiben. Spannend fanden wir auf jeden Fall, dass dort seit nunmehr 30 Jahren ein Lepramuseum beheimatet ist. Dieses verweist auf die besondere Historie des frühen Kinderhaus, wo im Mittelalter, damals noch weit vor den Toren Münsters (immer schön weit wech aussortieren, die Kranken & Lahmen, nech), ein Lepraheim eingerichtet wurde. Wer sich also für diesen Teil westfälisch-europäischer Medizingeschichte interessiert, sollte sich sonntags von 15-18 Uhr Zeit nehmen. Ansonsten ist nämlich zu und für uns daher auch. Was Öffnungszeiten angeht immer nochmal besser nachschauen, hier.

Haus Coerde und der Heidekrug in Münster

Genug Geschichte, weiter geht’s auf dem Rad. Nach den 10 km kommen wir an „Haus Coerde“ vorbei und schaffen es tatsächlich noch die Tafel, mit Bier, Waffeln und Kuchen inklusive Richtungspfeil auf den Hof zu ignorieren, aber ein paar Meter weiter am Heidekrug können wir nicht widerstehen. Pause. Naturtrübes Finne-Bier und Pommes Spezial. Lecker ist da untertrieben!

Während wir Speisen und Getränke genießen, erspähen wir auf der anderen Straßenseite etwas, das wir uns nicht entgehen lassen können: Sonnenblumen! Ein ganzes Feld voll. Nichts wie rüber und noch zwei Sonnenblumen für die Tour abschneiden, ganz legal gegen Geld versteht sich, ans Rad getüddelt und weiter geht es. Zu sehr Hippie-Fahrrad-Alternatives–links-Grünversifftes-Leben? Immer gerne!

Mit der Sonne im Gepäck auf zu den Birdwatchern

Mit der Sonne-(nBlume) im Gepäck kann uns auch das Wetter nichts mehr. Ride on! Wir radeln durch die Rieselfelder. Ein Hotspot für alle Vogelnerds. Apropos Grünversifft und Vögel, die Grünen sind übrigens auch gut zu Vögeln. Liest man aktuell hier und da an Kölner Wänden. Aber wir schweifen ab. Ornithologie also. Von all dem wissen wir leider nix, aber überall stehen Arten von Bauwägen mit Fernglasgucklöchern rum… sieht irgendwie schräg aus. Wen es aber interessiert bidde hier klicken.

Radlerstopp an der Pleister Mühle in der Nähe von Münster auch am Werseradweg

Durch und um die Rieselfelder lässt es sich wunderbar strampeln. Da bei uns die Gleichung nicht selten heißt, Strampeln=Durst, ist unser nächstes Ziel die Pleister Mühle. Ein Biergarten mit Minigolf und Kanuverleih. Wer nicht mehr auf dem Sattel sitzen kann oder möchte, kann hier den alten Drahtesel bequem gegen ein Wassergefährt eintauschen und auf der Werse umherpaddeln. Muss super schön sein, wie man so hört.

Biergarten an der Pleistermühle – so schön kann das Münsterland sein

Es heißt aber immer noch Fahrrad- und nicht Kanurabauken und so beschränken wir uns auf ein Erfrischungsgetränk bevor es wieder in die Stadt geht. Pinkus Müller ist für uns das nächste Ziel. Ja, nee, heißt auch nicht Bierraubauken, schon klar. Aber eins ist dann auch irgendwie nicht von der Hand zu weisen: Lokal vor Ort gebrautes Bier… schon hat man uns in der Tasche. Es gibt aber nicht nur das EINE Pinkus-Bier, sondern viele Sorten von diesem Müller. Und jetzt aufgepasst…

Pinkus Müller in Münster ist einen Radelstopp wert

Am Besten nach aufsteigender Reihenfolge trinken, so macht man das im Münsterland

„Am besten nach aufsteigender Reihenfolge trinken“, wird uns empfohlen (Siehe Karte unten). Klar. Wir beschränken uns besser auf die Primzahlen und ein Omelett mit Salzkartoffeln und Salat. Wir müssen ja aufs Rad. 3… 5… 7… ab ins Bett bzw. in Richtung Campingplatz. Mittlerweile ist es 10 Uhr, es wird dunkel und wir sollten uns mal so langsam um eine Schlafstelle bemühen.

Eine Pulle Wein von der Tanke geht aber noch

Auf dem Weg kaufen wir uns noch schnell eine Pulle Wein an der Tanke. „Was da für Gestalten abhängen“, denken wir noch, sind aber mit der Pulle Wein auch direkt in ein Gespräch verwickelt und kurz selber mit von der Partie. Selbstreflexion ist schon mal ein Schritt auf dem Weg zur Einsicht. Und vergessen.

Blair Witch Wald und andere Kindheitstraumata im Münsterland

Wir drücken die Campingplatz-Klingel für den Nachtschalter und haben Glück. Es meldet sich tatsächlich wer und wir dürften bleiben. Wäre es aber nicht viel cooler mal draußen im Wald zu pennen? Super Idee, oder? Wir fahren also im Dunkeln an der Werse entlang und sehen im Wald fast nichts mehr. Aber hier pennen, Nein Danke! Ein verdammter Blair Witch Wald ist das (meint zumindest einer von uns beiden)! Na gut. Also doch lieber wieder zurück zum Campingplatz. Zumindest kennen wir jetzt den Weg nach Telgte für den nächsten Tag.

Campingplatz Münster: Unser Nachtlager

Der Campingplatz mit dem unspektakulären Namen Campingplatz Münster befindet sich etwas außerhalb von Münster an der Werse inklusive Freibad. Welches aber eher etwas für helles Tageslicht ist und kein Nachtschwimmbad. Es ist wie es ist und wir bauen um 11.30 Uhr unsere Hütte auf… ganz leise versteht sich. Es soll ja niemand wach werden. Sorry an dieser Stelle, wenn ihr doch wach geworden seid. Das mit den Stangen war eben nicht so einfach.

Ems-Auen-Radweg vom Münster nach Warendorf

Wir wachen am nächsten Tag relativ früh auf und wollen weiter. Eine heiße Dusche ist aber noch drin, sonst hätten wir auch im Wald bleiben können. Die Sanitäranlagen sind neu und sauber. Schon etwas schöner als im Maisfeld zu schlafen. Es juckt uns aber in den Fingern.

Schnell die Bude aufräumen und fix wieder aufs Rad
Muss ja nicht immer Wasser in den Trinkflaschenhalter 😉

Kaffee kochen mit unserem Campingkocher

Schnell noch einen Kaffee auf dem alten Campingkocher gezaubert. Bezahlen, zwei Milchbrötchen auf die Hand und schon rollen wir wieder.

Werseradweg und Ferienhäuser entlang der Strecke

Entlang der Werse und Ferienhäusern, welche direkt am Fluss stehen. Heute bei Tageslicht sieht das alles gar nicht mehr so gruselig aus. Wir beschließen in Zukunft weniger böse Serien oder Filme zu gucken.

Ganz nett, so an der Werse

Ären im Münsterland

Flussradwege sind schön, aber ein Abschied vom Werseradweg lohnt sich auch

Wir verlassen den WerseRadweg und steuern Telgte an. „Klein Münster“, wie wir im Vorfeld erfahren haben. Das müssen wir uns anschauen. Vielleicht haben wir ja Glück und es gibt in Telgte auch einen Wochenmarkt. Den Markt in Münster haben wir nämlich gerade verpasst. Oder besser: Wir haben nicht so wirklich mitbekommen das Samstag ist und das bedeutet in Münster Markttag. Man trifft sich am Dom zum schnacken und snacken. Unbedingt sehenswert und ein Rabaukentipp!

Dynamisches Bild da unscharf
Manchmal lesen wir sogar Schilder

Reibekuchen und Apfelmus bei Tante Lina in Telgte

Umdrehen für einen Wochenmarkt, wenn auch noch so schön, ist aber keine Option für uns. Also auf nach Telgte. Nach einer guten Stunde auf dem Rad hängt uns der Magen doch in den Kniekehlen. Ein Milchbrötchen kann nicht den Tag retten. Wer hätte es gedacht? So wird kurzum die 12 Uhr Pause auf elf Uhr vorverlegt und wir finden uns bei Tante Lina in Telgte wieder.

Reibekuchen zum Frühstück

Zum Frühstück gibt es Reibekuchen mit Apfelmus und einen kleinen Schnack mit einem einheimischen Radfahrer, der gerade von der Ems-Radtour zurückkommt. Bei der Marine gibt es Auslauf- und Einlaufbiere erklärt er uns. Bei ihm dann wohl heute Einlaufbier. Ein spannender Gedanke, den wir gerne aufgreifen. Prost. Wir laufen gleich wieder Richtung Warendorf aus.

Wallfahrtsort Telgte

Aber nochmal kurz was zur Stadt Telgte: Ist ein kleines schnuckeliges Städtchen im Herzen vom Münsterland. Telgte ist auch als Wallfahrtsort bekannt und durch die Erzählungen von Günter Grass – Treffen in Telgte. Feinstes Wikipedia –Wissen, das wir hier zum Besten geben. Mit seinen kapp 20.000 Einwohner*innen nicht gerade groß, aber für einen Zwischenstopp und einen kurzen Blick in die Wallfahrt Kirche allemal ausreichend. „Klein-Münster“ eben.

„Klein Münster“ oder auch Telgte

Es geht von Telgte nach Warendorf – Mit dem Fahrrad auf dem Ems-Auen-Radweg

Ab jetzt sind wir auf dem EmsRadweg unterwegs, d.h. vielmehr auf dem renaturierten Stück der Ems und somit genau genommen auf dem Ems-Auen Radweg von Telgte nach Warendorf.

Flussradwege = Idiotensicher = genau passend für uns Schlaumeier

Flussradwege, das können wir. Einfach den Schildern mit den entsprechenden Symbolen folgen. Das Schöne ist, man muss nicht viel über den Weg nachdenken und kann einfach rollen lassen.

Ems-Auenradweg und ein Aussichtsturm

Lockdown und Hengstparade in Warendorf

Warendorf Kreishauptstadt des Lockdowns, hoch Risikogebiet quasi, zumindest war sie das noch im Juni 2020. Warendorf ist aber auch eine kleine schöne Stadt im Herzen vom Münsterland (ja, noch eine ;-)). Auch bekannt für die Hengstparade auf dem Landgestüt Warendorf. Wahrscheinlich aber nur, wenn man etwas mit Pferden am Hut hat. Wir belassen es hier einfach mal dabei.

Eiskalte Tonkrüge und ein nettes buntes Cafe´ – Warendorf du hast uns überzeugt

Der Marktplatz lädt zum Verweilen ein. Wir finden ein kleines buntes Café direkt am Platz, welches wir eigentlich eher in Köln verorten würden. Bisschen bunt, bisschen alternativ/hip. Lecker Kuchen und Bier in eiskalten Tonkrügen. Mehr Worte bedarf es nicht. Sonnenbrille auf der Nase und Biertrinken. Weit müssen wir eh nicht mehr, nur noch ca. 20 km über plattes Land, an grünen Feldern vorbei nach Sendenhorst.

1000 Sterne Unterkunft und zu Gast bei Freunden

Wir sind eingeladen und dürfen unter alten Walnussbäumen zelten. Wohuu! Unser Gastgeber kommt sogar eigens dafür nach Warendorf, um uns einzusammeln. Mit dem Rad versteht sich. Die letzten Kilometer radeln wir zusammen. Unser gemeinsamer Weg führt uns durch Freckenhorst und Hoetmar an die Angel in Sendenhorst. Ganz schön, auch mal zu dritt unterwegs zu sein.

Auf dem Bild: Fahrradrabauken -1 +1 = Constantin und Henrik

Hau mir ab mit deiner Landromantik, sonst bleiben wir einfach hier

Land kann ja schon mal ekelhaft romantisch sein, aber der gedeckte Tisch, der auf uns wartet, setzt dem Ganzen nochmal die (erste) Krone auf. Wir haben uns etwas verquatscht und sind somit erst um 17.30 Uhr bei Kaffee und Kuchen. Zucker und Koffein wirken aber wahre Wunder. Schnell ist das Service im Weidenkorb verschwunden und wir gehen zu ausgewählten Landbieren über.

Hofführung inklusive. Mega. Wir denken die folgenden Bilder sprechen für sich.

Hipstersalat at it’s best – In Köln würdet ihr reich werden

Gastgeber*in bis in den kleinen Finger sind die beiden. Wir beiden dürfen wieder unter den Bäumen Platz nehmen und einfach weiter Biertrinken bis das Essen fertig ist. Die Zutaten kommen alle aus dem eigenen Garten. Hier nochmal für alle urbanen Leute. ALLE aus dem eigenen Garten. Eine „was-gerade-so-zu-ernten-da-ist-Quiche“ aus Rote Beete, Lauch, Zucchini, Mangold, Möhren und „was-wissen-wir-schon“ und ein Salat bei dem jeder Bio-Hippster-Laden einpacken kann, garniert mit essbaren Blüten. Vielleicht sollten wir einfach hierbleiben.

Wir essen und lassen es uns gutgehen. Landluft macht hungrig und durstig. Fast verpassen wir den richtigen Zeitpunkt für den Zeltaufbau. Danke Ines an dieser Stelle. Wirklich.

Und wenn ich dann noch traurig bin… fängt das Ganze an von vorn

Nach dem Essen sitzen wir noch Stunden zusammen hören mehr oder weniger gute Musik und verbrennen alles, was in die dazugehörige Schale passt. Plötzlich fängt es an zu regnen. Wir müssen wohl noch etwas warten bis wir zum Zelt gehen. „Noch ein Korn?“

„Nein danke“, wäre hier die richtige Antwort gewesen. „Und wenn ich dann noch traurig bin…“ Haben wir uns eigentlich schon bei Ines bedankt? 🙂 Es will einfach nicht weniger werden und so geht es im strömenden Regen Richtung Luftmatratzen. Wir lassen uns wieder einmal in den Schlaf regnen. Das Leben kann so schön sein. Die Einfachheit der Dinge.

Das Gröbste scheint morgens um 7:00 überstanden zu sein. Yeah!

Langregen im Münsterland vs. Motivation

Langregen. Gut für die Natur. Der Boden brauch das. Wissen wir alles, aber doch bitte nicht immer, wenn wir radeln. Das gehört aber dazu. Den letzten Tag kürzen wir gedanklich schon ab. Regen killt eben die Motivation. Dagegen hilft nur eine heiße Dusche und ein dickes Frühstück, diesmal drinnen aber natürlich mit Eiern von den eigenen Hühnern. Wir müssen schnell weiter sonst schlagen wir hier noch Wurzeln. Danke für alles ihr beiden. Küsschen. Wir kommen gerne wieder.

Regenstimmung

Die dicke Wolkendecke reißt auf. Wir können es selbst kaum glauben. T-Shirt Ärmel hochkrempeln. Zelt wieder auf’s Rad geschnürt und zum Abschied winken. Nächstes Ziel Ahlen und Westfalen.

Tschöööö ihr beiden, es war sehr geil bei euch!

Route der Industriekultur oder doch Werseradweg

Ahlen ist eine alte Zechenstadt und könnte eigentlich der letzte Zipfel auf der Route der Industriekultur sein, nach Hamm hört diese aber auf. Warum? Wir wissen es nicht. Vielleicht weil Ahlen schon die Werse hat, an der wir nun entlang radeln.

Zementroute und die Beckumer Berge auch das ist das Münsterland

Von Ahlen fahren wir weiter in Richtung Beckum. Die Zementstadt. Damals das größte Abbaugebiet in ganz Europa. Schöne Radwege inklusive. Es läuft erstaunlich gut. Vom platten Land spüren wir hier aber nichts mehr. Es gibt tatsächlich die Beckumer Berge (kann uns das mal vorab jemand stecken, bitte) und wir kommen das erste Mal wirklich ins Schwitzen. Wo ein Aufstieg ist, kann man zum Glück auch wieder runterrollen und somit zeigt der Tacho 43 km/h und wir lassen laufen.

Haaaalloooo Echo… Hat nicht geklappt
Einfach mal laufen lassen
Betreten Verboten. Buh!

Vier-Jahreszeiten Park in Oelde

Vorbei am Vier-Jahreszeiten Park in Oelde. Richtung Marktplatz. Wir brauchen dringend eine Pause. Etwas wehmütig nippen wir an unserem Getränk, wohlwissend das jetzt die letzten Kilometer angebrochen sind.

“Teatime” in Oelde

Parklandschaft des Kreis Warendorfes – 100 Schlösserroute im Münsterland

Durch den Wald eiern wir nach Osterfelde. Der Weg ist der Knaller und definitiv einer der schönsten Abschnitte unserer Tour. Eine Parklandschaft des Kreis Warendorfes.

Auf Schloss Vornholz in Ostenfelde mit dem Fahrrad

Ein kurzer Blick auf Schloss Vornholz und weiter zum Tourenabschluss nach Ennigerloh. Liegt um die Ecke und ist eine Reise in Bastians Vergangenheit. Nach vier Jahren ist es endlich Zeit Henrik Bastians Eltern vorzustellen.

Wer mehr über Schloss Vornholz wissen möchte klickt einfach hier. Leider befindet sich das Schloss in Privatbesitz so dass eine Besichtigung von Innen nicht möglich ist. Soll uns recht sein, ist auch nur ein Schloss von vielen und die Beine wollen Pause machen.

Schloss Vornholz
Schloss Vornholz II
Im Wald bei Osternfelde

Tourenabschluss in Ennigerloh – Noch eine Zementstadt im Münsterland

Wieder werden wir bekocht und mit kalten Getränken versorgt. Danke Mutti und Daddy! Wir sind durch. Müde und Glücklich. Den Abend lassen wir in alter Rabaukenmanier ausklingen. Diesmal nur nicht im Zelt, sondern in der alten Bude von Bastian. Alte CDs inklusive. Es läuft Nirvana und Songs der alten eigenen Band. Irgendwie schräg. Eine ganz andere Tour, aber dennoch außergewöhnlich schön.

Radfahren auf den Spuren der Vergangenheit. An dieser Stelle, ein fettes Sorry an all die alten Freunde, die wir nicht besucht haben. Zeitlich war es aber nicht mehr drin. Wir lassen uns aber gerne nochmal einladen.

Es geht aus dem Münsterland zurück nach Köln-Ehrenfeld

Am nächsten Morgen geht es dann mit der Bahn zurück nach Köln. Auf die vielen Menschen müssen wir jetzt erstmal wieder klarkommen. Ehrenfeld Baby! Es war schön im Münsterland.