20 Jahre Ruhrtalradweg – immer noch eine gute Idee? Sowas von!
Der Ruhrtalradweg wird 20 Jahre alt? What? Erst? Gefühlt gibt es die Route quer durch Pott und Sauerland schon immer. Zumindest für uns. Unsere allererste Radreise haben wir hier gemacht. Herrlich… Henrik, weißt du noch. 2017, fast 10 Jahre jünger und keine Ahnung vom diesem Radkram. Selbst schuld, wer da nicht in Rabauken-Nostalgie verfällt.

Es geht hier aber nicht um unser Jubiläum, sondern um den Ruhrtalradweg. Seit 2006 rollen Leute von Winterberg Richtung Ruhrgebiet und merken immer wieder, dass ein Flussradweg nicht langweilig sein muss. Sind sie eigentlich nicht, denn wo Wasser ist, ist auch Gastro und alles läuft etwas entspannter.
Was speziell für uns Großstadtnasen nicht zu verachten ist. Deshalb und weil der Ruhrtalradweg auch einfach schön ist, sind wir ihn mittlerweile schon zweimal gefahren. Einmal 2017 top-motiviert und mit wenig Ahnung, was eine Radreise überhaupt ist, und dann 2024 von Duisburg nach Winterberg. Berghoch versteht sich.

Spoiler: Macht immer noch Spaß, egal wie viele Kilometer dir schon in den Beinen stecken oder du gerade erst mit deiner Radreisekarriere anfängst.
Eckdaten zum Ruhrtalradweg
Gebiet: Sauerland & Ruhrgebiet
Dauer: rd. 3 – 5 Tage
Start: Winterberg (o. Duisburg)
Ziel: Duisburg (o. Winterberg)
Gesamtkilometer: ca. 240 km
Höhenmeter: ca. 650 Meter (je nach Route und Fahrtrichtung)
Setup: Gravelbikes mit Bikepacking-Setup, Trekkingräder (gibt es die noch? 🙂 ), E-Bikes
Übernachtungen: Such dir ein schönes Hotel oder einen Campingplatz
Schwierigkeit: entspannt bis sportlich
Untergrund: Asphalt / Schotter / Wirtschaftswege / kurze Waldabschnitte NICE!
Nicht nur, weil hier jeder Kilometer lohnt. Sondern weil die Strecke genau den Mix aus Kilometern, Gemütlichkeit und sich verändernder Landschaft hinbekommt. Was im Klartext heißt: morgens bist du noch Sauerland, Wald und Ruhe und ein paar Stunden später rollst du durch Industrie, vorbei an Zechen, über Brücken, trinkst am Baldeneysee ein Kaltgetränk und genießt die Herzlichkeit des Ruhrpotts.
Hier bekommst du Natur, Stadt und Industrieromantik in einer Tour serviert. Wo gibt es das schon?! Schon ziemlich stark, oder?
Hier geht’s zu unserem ersten Ruhrtalradweg-Abenteuer (Winterbeg – Duisburg) von 2017:

Hier geht’s zu unserem neueren Ruhrtalradweg-Artikel, diesmal in die andere Richtung (Duisburg – Winterberg):

Falls du eher der visuelle Typ bist: Wir haben auch im WDR über den Ruhrtalradweg gesprochen.
Fahrradrabauken im Fernsehen bei HIER UND HEUTE im WDR
Hier geht es zum HIER UND HEUTE Beitrag in der ARD-Mediathek:
Warum wir den Ruhrtalradweg (immer noch) mögen
Der Ruhrtalradweg ist nicht die EINE große Postkartenroute. Die Strecke lebt eher von den Kontrasten.
Du fährst an Seen vorbei, durch kleine Orte, an alten Industrieanlagen entlang und plötzlich sitzt du irgendwo mit Pommes, Kaffee oder Kaltgetränk am Wasser und denkst: Joa, guter Plan, das mit diesem Radfahren.
Und genau das macht den Reiz des Ruhrtalradwegs aus. Kein großes Drama, über Singeltrails oder andere Komooteskapaden. Kein Höhentrainingslager. Einfach ein verdammt guter Klassiker für Radreisen.
Unser Fazit nach zwei Touren im Ruhrtal
20 Jahre Ruhrtalradweg? Absolut verdient. Auf 20 weitere Jahre.
Wenn du eine Tour suchst, bei der du Natur, ein bisschen Industriekultur und mehrere Tage auf dem Rad kombinieren kannst, machst du hier bestimmt nichts falsch. Rabaukenehrenwort.
Und falls du tiefer einsteigen willst, findest du in unseren beiden Tourberichten deutlich mehr Chaos, Anekdoten und echte Eindrücke als in jeder Hochglanzbroschüre.
Aktuelle Baustellen und Umleitungen findet ihr hier: Der RuhrtalRadweg
Unsere Empfehlung
Winterberg Duisburg für Bikepacking/Radreise Anfänger:innen.
Duisburg Winterberg für alle, die es schon etwas sportlicher brauchen.
