Ein Radblog aus Köln

Kategorie: Urbanbiking

Radtour in Köln: Königsforst und Wahner Heide – Tag 2

Tag 2 also und unsere Radtour durchs grüne Köln geht weiter. Wir bleiben noch einen Tag rechtsrheinisch. So schlimm kann der erste Tag auf der „falschen“ Rheinseite also nicht gewesen sein und es gibt ja auch noch einiges zu sehen hier in der Gegend. Apropos Tag 1, den könnt hier (https://www.fahrradrabauken.de/2019/11/17/radtour-in-koeln-um-koeln-und-um-koeln-herum/) nachlesen. Für den zweiten Tag haben wir uns vorgenommen weiter Richtung Süden zu fahren, den Königsforst und die Wahner Heide zu durchqueren. Also erst einmal viel Wald und Heidelandschaft, bevor wir dann – so der Plan – Richtung Rhein abbiegen und uns einen Campingplatz am Rheinufer besorgen.

Eine Fahrradtour in und um Köln | Tag 2 | Durch den Königsforst und die Wahner Heide

Jetzt auch mal in Bewegtbild. Mehr davon? Dann schreibt uns und wir strengen uns noch etwas mehr an.

Nochmal zur Erinnerung: Wir schreiben den Frühsommer 2019. Mai, um genauer zu sein. Die Sonne lacht diebisch an diesem längeren Feiertagswochenende. Ein paar Tage vorher haben wir klargemacht, das wir mal eine mehrtägige Tour in und um Köln machen wollen. Mit Übernachtung im Zelt. So ein bisschen also wie als Kind im eigenen Garten (ja wir sind Landeier) also. Gesagt getan. So sind wir. Spontan und Macher. Nicht.

‘ker wat schön. Zelten am Waldrand

Drahtesel trifft Esel – Mit dem Rad im Königsforst und in der Wahner Heide

Schäl Sick Tag 2 und der morgendliche Abschied von Jakob (Name selbstverständlich bis zu Unkenntlichkeit – und noch viel weiter – geändert), bei dem noch so urbanes Zeugs („irgendwo tanzen gehen“) auf dem Plan steht, während es uns weiterhin raus aus der Stadt ins Grüne zieht. Aber erst einmal trinken wir zusammen noch in Ruhe einen selbst gebrühten Kaffee am Zelt und genießen die morgendlich-gemütliche Stimmung am Platz. Das ist fast das Schönste überhaupt: Mit guten Freunden draußen unterwegs sein, bei gutem Wetter im Zelt pennen und morgens dann ganz entspannt – und nicht zu matschig – mit `nem frischen Kaffee und Prachtstulle in den Tag starten. Herrlich!

Hm, lecker Prachtstulle (Symbolbild für jeden morgen im Zelt)

Mit dem Rad durch Köln – Klappe die Zweite

Tag 2 also, und unsere Radtour durchs grüne Köln geht weiter. Wir bleiben noch einen Tag rechtsrheinisch. So schlimm kann der erste Tag auf der „falschen“ Rheinseite also nicht gewesen sein und es gibt ja auch noch einiges zu sehen hier in der Gegend. Apropos Tag 1, den könnt hier (https://www.fahrradrabauken.de/2019/11/17/radtour-in-koeln-um-koeln-und-um-koeln-herum/) nachlesen.

Fahrradfahren im Königsforst und in der Wahner Heide bei Köln

Für den zweiten Tag haben wir uns vorgenommen weiter Richtung Süden zu fahren, den Königsforst und die Wahner Heide zu durchqueren. Also erst einmal viel Wald und Heidelandschaft, bevor wir dann – so der Plan – Richtung Rhein abbiegen und uns einen Campingplatz am Rheinufer besorgen. Wenn das mal nicht nach einem guten Plan klingt!

Fahrradrabauken - Hinter den Kulissen
Hinten den Kulissen

Die Radfahrkarten gibt es umsonst – Die nehmen wir doch gerne mit

Auch heute folgen wir wieder mehr oder weniger genau einer Radtourroute die auch von der Stadt Köln promoted wird. Die Strecke nennt sich „Mit dem Rad durch den Königsforst und die Wahner Heide“. Ausführliche Infos und GPS-Kartenmaterial zur Strecke könnt ihr online hier (https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/ferien-freizeit/mit-dem-rad-durch-den-koenigsforst-und-die-wahner-heide) abrufen und auch mehrseitige Flyer zur Route kann man von der Stadt Köln beziehen. Genug gelabert. Ab aufs Rad und losgestrampelt…

So sieht das gedruckte Kartenmaterial zu den Touren aus

Sommerwetter und frische Erdbeeren im Königsforst – Wer kann da schon widerstehen?!

Während wir gemächlich beim feinstem Sommerwetter aus dem Dünnwald in Richtung Königsforst und Wahner Heide tuckern, klopft auch direkt schon wieder der Hunger an. Zumindest bei einem von uns beiden. Naja, da das Frühstück nicht gerade üppig war, ist das vielleicht auch verständlich.

Alles was du über Erdbeeren wissen musst – lies hier #Clickbait

Einer Fata Morgana gleich erscheint am Waldesrand eine Erdbeerbude. Nice, frische Erdbeeren. Genau der richtige Zwischensnack. Obwohl wir noch keine Stunde auf dem Rad sitzen, schlagen wir zu, kaufen uns eine große Schale, setzen uns an den Wegesrand und schauen uns Erbeerenkauend die vorbeiziehenden Wandererer*innen und Radfahrer*innen an. Ein zu verlockendens kulinarisches Angebot. Radfahren werden wir ja eh noch den ganzen Tag, dann kann man es auch locker angehen lassen.

Erdbeerbude im Königsforst

Wir pesen durch den Königsforst

Den Magen voll mit Erdbeeren zieht es uns weiter Richtung Königsforst. Irgendwo zwischen Einflugschneise des Flughafens Köln-Bonn und mitten im Grünen, so sagte man uns und so war es dann auch. Wer den Königsforst noch nicht kennt, hier mal schnell ein paar lose aneinander gereihte Fakten (den Rest könnt ihr selber bei Wikipedia oder so nachlesen):

5 Dinge die jede*r über den Königsforst wissen sollte #Clickbait2

  • Teile sind Vogelschutz und FFH-Gebiet (nein, hat nichts mit ausziehen zu tun, sondern mit schützenswerter Flora und Fauna)
  • 25 Quadratkilometer groß und auf den Stadgebieten von Köln, Bergisch Gladbach und Rösrath verlaufend
  • das größte zusammenhängende Waldgebiet der rechtsrheinischen Mittelterasse, höchster Erhebung ist der Tütberg mit 212 Metern
  • Kölns höchsten Punkt, den Monte Troodelöh mit einer Höhe von unglaublichen 118,04 Metern über Null, findet ihr auch im Königsforst
  • Es gibt Wald- und Bodenlehrpfade sowie ein Wildgehege und vieles mehr (Naherholungsgebiet, you name it)

Keine Asphaltwüste und immer noch Köln

Mit dem Rad sind wir auf Wald- und Feldwegen unterwegs. Ab und zu auch auf asphaltierten Wegen. Wir durchqueren den Forst grob betrachtet quasi von Nordwest nach Südost Richtung Wahner Heide und dann zum Rhein.

Wahner Heide – Mit dem Rad durch die Kölner Prärie

Nachdem wir Bahnlinie und Autobahn hinter uns gelassen haben rollen wir schnurstracks auf das nächste Natur- und Kulturhighlight Kölns zu: Die Wahner Heide. Auch hierzu liefern wir euch mit Hilfe des Internetz erstmal ein paar Fakten… Die Wahner Heide:

4 Dinge die… Ihr wisst schon oder nicht? Dann lest weiter über die Wahner Heide

  • wurde lange Zeit militärisch genutzt (Preußen, Nazis, Royal Airforce, Belgische Armee, Bundeswehr)
  • beherbergt 350 Ziegen und Glanrinder zur Pflege der traditionellen Heidelandschaft
  • ist Lebensort für ca. 700 auf der Roten Liste notierten gefährdeten Pflanzen und Tierarten
  • ist ca. 5000 Hektar groß und hat eine Vielzahl von Wander- und Radwegen auf denen man entspannt cruisen kann

Heidelandschaft (fast) mitten in Köln

Da wir heute nicht die meisten Kilometer abschrubben werden, lassen wir uns Zeit, halten immer mal wieder an und genießen die außergewöhnliche Heidelandschaft. Apropos Heidelandschaft. Wisst ihr wie so etwas entsteht? Nein? Wir auch nicht. Erst hatten wir die Idee das hier auszuführen. So schlaubergermäßig mit gefährlichem Halbwissen aus unseriösen Quellen halt. Aber das lassen wir jetzt doch einfach mal sein. Der Text wird eh schon wieder viel länger als geplant. Wir fahren also über natürliche Wege durch die Heidelandschaft, fahren und fahren, gucken, fotografieren. Pausieren. Und dann wieder das Gleiche von vorn und alles ohne Zeitdruck und Stress. Quasi vor der eigenen Haustür. Wie wunderbar!

Wahner Heide in Köln
Wahner Heide

Immer noch Kölner Stadtgebiet

Auf unseren Rädern sitzend staunen wir immer wieder über diese Landschaft. Dass es so etwas auf dem Kölner Stadtgebiet gibt ist schon der Knaller. Hier will man am liebsten das Zelt aufschlagen (darf man natürlich nicht) und nachts in den Sternenhimmel blicken. So ein bisschen fühlt man sich wie in der Prärie. Wir fahren durch den Geisterbusch und entlang der Binnendünen, queren den Linder Bruch und kommen langsam aber sicher dem Rhein immer näher. Der Nachmittag ist nicht mehr der Jüngste und unseren Plan am Rhein zu zelten möchten wir auf jeden Fall einhalten. Noch einmal in die Heide geblickt, durchgeatmet und abgespeichert. Weiter geht es in südlicher Richtung mit einem Schlenker gen Westen Richtung Rhein.

Königsforst & Wahner Heide

Campen am Rheinufer und Ausklang im Biergarten an der Groov

Wahn, Zündorf und Porz. Auch Kölner Stadtteile. Alle drei recht nah am Rheinufer, rechtsrheinisch im Süden der Stadt. Wir sind wieder urbaner. Nachdem wir einen ganzen Tag lang durch Wälder und Heidelandschaften geradelt sind, müssen wir da jetzt durch wenn wir unser Nachtlager auf der linken Rheinseite erreichen wollen. Unser Ziel ist erst einmal die Groov in Zündorf, dort kann mit der kleinen Rheinfähre übergesetzt werden. Außerdem kann man da recht lässig noch ein Getränk zu sich nehmen, was ja jetzt auch nicht nebensächlich ist. Was die Groov ist könnt ihr übrigens in einem unserer anderen Tourenberichte nachlesen (http://www.fahrradrabauken.de/2017/08/28/auf-zur-groov/).

Mit dem Krokodil über den Rhein, todesmutige Rabauken

Heute jedenfalls gönnen wir uns in Ruhe ein Getränk und kreuzen den Rhein dann mit der erwähnten kleinen Fähre („Krokodil“). Am anderen Rheinufer angekommen geht es dann nordwärts Richtung Rodenkirchen. Im Internet lesen wir „Campingplatz mit Biergarten und mehr“. Nach einem langen Tag auf dem Rad, genau das wodrauf wir Bock haben. Camping Berger (https://www.camping-berger.koeln/) liegt direkt am Flussufer. Für unseren Geschmack eigentlich ein, zwei Nummern zu groß und professionell. Wir mögen’s ja gern spartanisch auf Campingplätzen. Aber was soll’s. Räder abgestellt, Zelt aufgebaut, im Biergarten Platz genommen, lecker gegessen und dann ins Zelt. Ende Tag 2.

Noch sind wir nicht durch – Tourentag 3

Aber ein Tag folgt ja noch. Der dritte Tag unserer Köln Tour führt uns dann über grüne Wege mitten durch das linksrheinische Köln bis hoch in den Norden der Stadt. Pleiten, Pech und Pannen pflasterten unseren letzten Tourentag. Aber dazu dann mehr in Teil 3. Irgendwann, demnächst, hoffentlich möglichst bald. Vielleicht sogar noch 2019!

Cheers, eure Fahrradrabauken

Schöne Weihnachtszeit schonmal und frohes Neues!

Hier haben wir uns ausgeruht, was dann passiert ist werdet ihr nicht glauben #Clickbait3

Im letzten Teil klären wir auch endlich auf, was es mit diesem Holzstapel und den kleinen umtriebigen Waldbewohnern auf sich hat. Das Beste kommt wie immer zum Schluss bzw. wir vergessen ganz gerne auch mal die ein oder andere Sache.

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Radtour in Köln: Schäl Sick und Kölner Wälder im Nordosten – Tag 1

Ein langes Wochenende im Sommer, die Sonne lacht. Sie kann sich quasi vor lachen kaum halten und das macht dann im Ergebnis so um die 30 Grad. Köln zeigt sich wettermäßig von seiner Prachtseite und das will genutzt werden. Ab aufs Rad also. Endlich mal wieder. Dieses Mal wollen wir gar nicht weit weg, sondern direkt aus der Bude und in den Sattel. Außerdem, so dachten wir, waren wir noch nie so wirklich in und um Köln unterwegs…

Radtour durch das grüne Köln – Der erste von drei Teilen

Auf zu neuen Abenteuern.

Ein langes Wochenende im Sommer, die Sonne lacht. Sie kann sich quasi vor lachen kaum halten und das macht dann im Ergebnis so um die 30 Grad. Köln zeigt sich wettermäßig von seiner Prachtseite und das will genutzt werden. Ab aufs Rad also. Endlich mal wieder. Dieses Mal wollen wir gar nicht weit weg, sondern direkt aus der Bude und in den Sattel. Außerdem, so dachten wir, waren wir noch nie so wirklich in und um Köln unterwegs. Und vom Hören-Sagen soll das ja auch hier und da recht naturig und schön sein. Also ab auf eine Radtour in Köln.

Pläne. Absolut Rabaukenfachgebiet.

Köln ist nicht Beton und Autolärm?

Kurzum: Wir haben uns gedacht, Köln mal von seiner grünen Seiten zu betrachten und haben uns dafür drei Tage Zeit genommen. Wo wir waren und was wir dabei erlebt haben, fassen wir euch hier in den nächsten Wochen in drei einzelnen etwas kleineren Beiträgen in Bild und Text zusammen. Viel Spaß beim Lesen des ersten Teils!

Teil 1 Radtour in Köln: “Der Nordosten – Mit dem Rad unterwegs in Kölner Wäldern“

Den erste Tag verläuft für uns mehr oder weniger grob entlang der Route „Mit dem Rad in den waldreichen Nordosten”. Eine Fahrradtourenstrecke, die auch von der Stadt Köln als touristisches Angebot präsentiert wird (www.stadt-koeln.de/radfahren). Mit offiziell 37 km ist die Tour ideal für einen Einstieg am Nachmittag und für einen sommerlichen Tagestrip mit dem Rad in und um Köln herum. Offizieller Startpunkt der Strecke ist der Wiener Platz in Köln-Mühlheim.

Auf zu neuen Ufern! Die Schäl Sick

Mit dieser ersten Tour haben wir eine Ecke angepeilt, die wir bis lang noch gar nicht auf dem Schirm hatten. Klar, ‘ne Karte vom Kölner Stadtgebiet haben wir auch schon mal gesehen und das es da oben rechts in der Ecke recht grün ist, das war uns irgendwie auch klar. Aber da mal rüberfahren und das live und in Farbe sehen ist Neuland für uns. Das macht es ja aber auch erst so’n bißchen spannend.

Taschen sind gepackt. Los geht’s!

Sonderedition: Fahrradrabauken & Special Guest

Es geht also auf die andere Rheinseite und für uns Wahlnippeser und -ehrenfelder ist das die rechte Rheinseite. Im Alltag kommen wir ja nicht so häufig auf die Schäl Sick rüber. Da wir diese immense Herausforderung aber nicht nur zu zweit angehen wollten, haben wir uns freundschaftliche Verstärkung dazu geholt wollen einen Tag zu dritt mit dem Rad durch Kölner Wälder im Nordosten unserer Lieblingsstadt fahren. Jakob ist für den ersten Tag am Start und wir freuen uns wie Bolle das er dabei ist. Is’ nämlich auch ‘n Raubauke, der Typ.

Fesche Unterstützung hatten wir diesmal. Der Jakob.

Km –3: Der Biergarten am Rhein – Erstmal ‘ne Pause

Aber bevor das Ganze so richtig losgeht, machen wir erst mal eine Pause. Gehört sich so für uns. Wir wollen es ja nicht übertreiben, denn der Tag ist ja schließlich noch lang. Am Biergarten „Schwimmbad“ lassen wir uns nieder. Kippchen, ein kühles Bier und ein Plausch darüber was heute noch so gehen wird, wo man lang fährt und das wir richtig Bock darauf haben die Stadt mal aus einer für uns anderen Perspektive kennenzulernen. Die Sonne scheint, der Rahmen könnte also nicht besser gesetzt sein.

Bevor es losgeht sollte man sich erstmal ausruhen – Alte Rabaukenweisheit

Start in Mühlheim am Wiener Platz

Wieder auf unseren Drahteseln Platz genommen, geht es über die Mühlheimer Brücke Richtung Wiener Platz. Wenn man diese beiden Stationen passiert hat, freut man sich noch umso mehr mal ein wenig aus der Stadt raus zu kommen. Fahrradfreundlich ist diese Ecke Kölns dann auch nicht wirklich. Nichts wie raus hier also!

Auf geht’s. Raus aus Mühlheim

Ritter, Baumwolle und alte Mühlen

Aber es wird dann auch direkt cooler. So langsam wird es grüner und wir treffen auf einen kleinen Bachlauf. Wir fahren durch den Stadtteil Hohlweide, passieren eine frühere Ritterburg und eine alte Baumwollbleicherei. Die alte Bleicherei steht auf dem Gebiet einer historischen Mühle, deren Geschichte und vielfältige Nutzungsweise bis in das 14. Jahrhundert zurückreicht. Der letzte Betreiber stellte hier bis 2009 Papierwaren her. Steht aber alles auch auf den Schildern entlang der Route. Top!

Fortbildung aus’m Sattel

Es geht weiter entlang des Bachlaufs. Immer entlang der Strunde, einem recht kleinen Rinnsal, das in vergangenen Zeiten wohl recht umtriebig von verschiedenen Mühlen genutzt wurde und somit damals wirtschaftlich sicherlich nicht unbedeutend war. Bis zu 36 Mühlen sorgten auf den gerade mal ca. 20 Kilometern für regionale wirtschaftliche Entwicklung, vor allem in der Papierindustrie. Es geht dann durch verschiedene kleinere Waldstücke und wir nutzen den kühlen Schatten um eine kleine Snack-Pause einzulegen. Das ganze Ding soll ja nicht in Stress ausarten.

Beim Pausentee im Wald

Wald, Wald, Dünnwald Campingplatz

Wir fahren irgendwo entlang der Stadtgrenze Köln-Bergisch Gladbach. Zumindest passieren wir die Ortsschilder auf der Tour das ein oder andere Mal. Unsere temporäre Orientierungslosigkeit zeigt eines der seltenen Bilder auf denen wir zusammen zu sehen sind. Hinter den Kulissen quasi.

Die Drei Fragezeichen… ähm Rabauken und das grüne Köln

Kölns Nord–Östliche Wälder – Köln in grün auf der Radtour

Weiter geht es kreuz und quer durch Kölns Nord-Östliche Wälder. Ziel unseres heutigen Tages soll das Campingplatz am Dünnwalder Waldbad (https://waldbad-camping.de/) sein. Dort wollen wir unser Camp für die erste Nacht im grünen Köln aufschlagen. Wir pesen durch den Thurner Wald, lassen den Höhenfelder See links liegen und kommen dann auf das Gebiet des Dünnwalder Walds. Eine richtig schöne Ecke. Lohnt sich.

Fahrradrabauken stehen am Wegesrand
Immer fokussiert. Diese Rakauken.

Dünnwald. Endstation der Radtour in Köln aber nur für Tag 1

Endstation für heute. 3er Zelt, 3 Schlafsäcke, Waldrand. Herrlich. Um uns rum eine pubertierende Jugendgruppe. Weniger schön. Aber wir machens uns gemütlich und lassen die Beine ein wenig baumeln. Wir haben jetzt nicht wirklich massiv viele Kilometer geschrubbt an diesem Tag, aber das war auch nie der Plan. Im Waldbad Dünnwald angekommen blicken wir auf einen Tag im Sattel zurück, der auch ohne Schmerzen in den Beinen viel zu bieten hatte. Wir wollten aus der Stadtmitte auf grünen Pfaden ins waldige Köln und das hat astrein geklappt. Darauf stoßen wir das ein oder andere Mal an, lassen es uns in der Gastro gutgehen und palavern über dies das. Können wir eh am Besten. Wenn irgendwas gut ist, dann das hier.

Basti und das Zelt am Waldrand

Cliffhanger. Was dann Nachts noch so passierte und was das dann wiederum mit kleinen umtriebigen Waldbewohnern zu tun hatte, erzählen wir euch im nächsten Teil unser dollen Köln-Geschichte. Und jetzt, äh, abschalten. Genau.

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Fahrradfahren an der Ostsee

Eine kleine Tagestour von Niendorf nach Travemünde Es geht hier um eine kleine Tagestour von ca. 20 km mit Leihrädern, die uns entlang des Brodtener Steilufers von Niendorf nach Travemünde…

Eine kleine Tagestour von Niendorf nach Travemünde

Es geht hier um eine kleine Tagestour von ca. 20 km mit Leihrädern, die uns entlang des Brodtener Steilufers von Niendorf nach Travemünde und wieder zurück nach Timmendorfer Strand führt. Nix Wildes, aber sehr sehr schöne Aussicht.

Brodtener Steilufer – tolle Aussicht

Urlaub in Niendorf – nähe Timmendorfer Strand

Es ist Ostern bzw. kurz vor Ostern, die Sonne knallt in Köln mit über 20 Grad auf alle Kölner*innen. Hätten wir das gewusst… wären wir wahrscheinlich trotzdem nicht zu Hause, sondern unterwegs.

Bewährte alternative Besetzung

Leider immer noch getrennt voneinander. Henrik testet das Wetter in Frankreich und die andere Rabaukenhälfte, und damit meine Wenigkeit, hat es an die Ostsee verschlagen. Natürlich in altbewährter alternativer Besetzung mit Nina – siehe Nordseeradweg.

Ohne Rad geht es eben nicht

Wir wachen relativ früh auf und stellen fest, dass die Sonne schon wieder über der Ostseeküste erstrahlt. Rabaukenwetter und beste Vorraussetzungen also, um sich Räder zu leihen und einfach die Küste entlang nach Travemünde zu fahren.

Niendorf Fahrradverleih
Beste Leihräder, nur nicht für längere Touren

Wir sind guter Dinge, auch wenn es hier oben natürlich keine 20, sondern eher 14–16 und nachts drei Grad sind. Liebe Güße an dieser Stelle nach Cöllefornia.

Travemünde ist das Ziel

Travemünde ist nicht weit weg von Niendorf, muss aber auch nicht. Wir wollen keine Kilometer schrubben, sondern entspannt an der Küste entlang fahren. Quasi testen, wie das mit dem Radfahren nochmal funktionierte. Aussicht schlägt hier, um Längen, Schnelligkeit oder Distanz.

Rabauken nichts als Rabauken

„Schnell“ geht hier eh nicht, denn bei dem Wetter sind selbst die aller größten Stubenhocker*innen unterwegs und so teilen wir uns den Weg mit Fussgänger*innen, anderen Radfahrer*innen und Personen, welche sich mangels Übung oder besser mangels Körpergefühl nicht auf ein E-Bike setzten sollten. An dieser Stelle ein dringender Aufruf an alle, sich einfach zu entspannen und das Wetter zu genießen. ECO-Sport-Super-Boost ist auf engen Wegen fehl am Platz!

Fahrradleihen in Niendorf

Geliehen haben wir uns direkt in Niendorf zwei Räder mit 7-Gängen, denn etwas auf und ab geht es doch an der Steilküste der Ostsee. Drei würden aber auch dicke reichen. Tipp am Rande: Reserviert am besten einen Tag vorher die Räder. Wir hatten Glück, aber auch die beiden letzten Räder erwischt.

Brodtener Steilufer – tolle Aussicht

Mit einer entspannten Reisegeschwindigkeit von durchschnittlich ca. 12km/h fahren wir entlang des „Brodtener Steilufers“ und der Hermannshöhe nach Travemünde. Das Restaurant haben wir nicht ausprobiert, scheint aber für ein Päuschen sicherlich geeignet. Nur eben nicht nach 3 km und nach der ganzen Werbung in Niendorf und Umgebung fühlten wir uns schon fast genötigt dort zu halten. Machen wir aber nicht! So!

Brodtener Steilufer
Brodtener Steilufer – Kennt ihr schon oder?

Hafenspaziergang

Wie schlendern lieber am Hafen in Travemünde entlang und entscheiden uns für ein dickes Spagettieis, fast genau an der Kaikante. Gerade noch noch ein schmaler Streifen Fußweg trennt uns vom Wasser. Ist aber nicht schlimm, denn andere Leute zu sehen kann ja durchaus seinen Reiz haben. Eis, Leute gucken und die Nase in Richtung Sonne recken. Wenn 2019 schon so losgeht, kann es nur eine super Saison werden.

Hafen in Travemünde
Hafen in Travemünde – Immer einen Besuch wert

Reicht dann aber auch

Nachdem wir uns eine kurze Übersicht in Travemünde verschafft haben, reicht es uns aber auch schon wieder und wir kehren um, diesmal in Richtung Timmendorfer Strand.

Was schwimmt denn nu’ alles in der Ostsee?

Nicht nur das wollen wir wissen, sondern auch noch viel mehr und so verkriechen wir uns vor der Sonne und tauchen ein in die dunkle und bunte Unterwasserwelt von SEALIFE. Kennt ihr sicher, deswegen sparen wir uns hier eine detaillierte Beschreibung. Der Eintritt ist mit 16,50€ echt nicht billig und das Riesenaquarium leider auch gar nicht so riesig. Spannend ist es aber schon, auch wenn wir nach einer halben Stunde wieder draußen sind. Das kann aber jede*r für sich entscheiden.

Sealife Timmendorfer Strand
Sealife in Timmendorferstrand

Plastikschrott im Merchshop -Schade Sealife

Was uns aber viel mehr beschäftig ist folgende Frage: Wenn SEALIFE sich für den Erhalt und den Schutz der Meere einsetzt, warum werden im Souvenier-Shop so viele Plastiksachen verkauft? Kann uns das wer beantworten?

Fazit einer kleinen Tagestour

Ein kleiner aber feiner Tagesausflug, den wir euch nicht vorenthalten wollten und deswegen gibt es hier einen kurzen Abriss. Tolle Sicht, massig Sonne und zahlreiche Bänke auf der Stecke laden zum Verweilen und Abschalten ein.

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Monheim am Rhein

Raus aus Köln: Den Rhein entlang nach Monheim   Heute geht’s nach Monheim am Rhein – Ein Tagestrip Zur Groov, in Richtung Zündorf sind wir schon geradelt, jetzt geht es…

Raus aus Köln: Den Rhein entlang nach Monheim

 

Heute geht’s nach Monheim am Rhein – Ein Tagestrip

Zur Groov, in Richtung Zündorf sind wir schon geradelt, jetzt geht es den Rhein mal nicht rauf, sondern runter. Monheim am Rhein – ein kleines beschauliches Städtchen mit ca. 40.00 EinwohnerInnen im Kreis Mettmann.    Übrigens, auch Monheim hat seinen Macron. In Monheim wurde im Jahr 2009 ein 27-jähriger Bürgermeister gewählt. 27? Ja genau, da waren andere schon tot. Kurt Cobain zum Beispiel. Daniel Zimmermann lebt aber noch. Der damals wohl jüngste NRW-Bürgermeister und die Partei die er vertritt – PETO – haben vor Ort eine Reihe politischer Initiativen angestoßen, für eine offene Gesellschaft, aber auch für eine unternehmensfreundliche Kommune. Liberale Politik halt. Für alle älteren LeserInnen über 30 Jahre ist vielleicht noch interessant, dass PETO in Monheim eine AG30 Plus zur Einbindung der Interessen älterer (!) Menschen gegründet hat. Apropos alte Menschen, schön ist es schon am Rhein und die Landschafft erst, neee wat is das schön hier. Ja, ja und das Wetter…. es gibt auf jeden Fall extrem leckeres Spaghettieis und wer jetzt noch weitere Argumente braucht dem/der ist auch nicht mehr zu helfen. Auf nach Monheim!

Immer den Rhein hoch

In Monheim ist man schon nach ca. 23 km, entweder geht es über die Autobahnbrücke Richtung Leverkusen. Der Radweg läuft hier parallel zu Fahrbahn der Autos, ist aber akustisch komplett von der Autobahn getrennt.

Autobahn oder doch lieber am Rhein entlang

Leider ist auf Grund der allgemeinen Straßenlage in NRW auch diese Brücke baufällig und es wird fleißig gebaut. Die Autos dürfen weiterfahren nur der Radweg neben der Straße ist leider und eigentlich für Räder und Fußgänger gesperrt… An Feiertagen kein Problem, denn an den arbeitsfreien Tagen schieben sich Massen von Fahrräder an den Zäunen vorbei, um nicht die (sehr schlecht ausgeschilderte) Umleitung zu fahren. Leider gibt es hier, von unserer Seite noch keine Erfahrungswerte, wie es an normalen Werktagen aussieht und ob der gesperrte Radweg dann noch befahrbar ist. Schreibt uns gerne hier zu.

Fahrradfahren inklusive Bootstour auf Gevatter Rhein

Viel schöner ist es eh auf der anderen Rheinseite, sprich nicht über die Brücke, sondern einfach am Rhein vorbei in Richtung Monheim. Der Rhein muss zwar immer noch überquert werden, das kann aber bequem und westlicher schöner mit der Rheinfähre auf der Höhe Köln-Langel/Hitdorf geschehen. Nicht umsonst wie die autobahnnahe Überquerung, aber mit zwei Euro für Mensch mit Fahrrad immer noch in Ordnung. Mit der Fähre wird der Rhein im gemächlichen Tempo überquert und lässt Zeit um kurz durchzuatmen, um das schöne Rheinpanorama genießen.

Keine richtige Pause – also wieder rauf aufs Rad

Nächster Stopp am Wendepunkt das Eiscafe Dolomiti. Wir haben das Eiscafé lediglich durch Zufall entdeckt und waren etwas erschrocken über die riesigen Portionen zu verhältnismäßig wenig Geld. 4,7 von 5 Sternen in Bewertungen sagen eigentlich schon alles. Wir sind auf jeden Fall jetzt schon Fans des großartigen original italienischen Eiscafés. Das sagen wir frei und ungezwungen und ohne Spagetti-Eis-Flatrate. Schade eigentlich! Wenn wir eine hätten, würden wir liebend gerne das Eis mit euch teilen.

Fazit der Tagestour

Für eine Tagestour ist Monheim am Rhein ein super Zwischenstopp und zu Hause plagt auch nicht das schlechte Gewissen über einen viel zu großen Eisbecher, wenn ihr die ca. 23 km zurückfahrt. Eine Kamera hatten wir leider diesmal nicht dabei und kommt als Gedächtnisstütze mit auf unsere Packliste. Zum Glück gibt es aber Leute die nicht so verplant sind und wirklich schöne Bilder gemacht haben. Bei den Aussichten sind 50 km sind doch machbar oder doch lieber wieder Streamingdienst und TK-Pizza? 

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Tagebau Garzweiler

Wochenend’ und Sonnenschein… …in der Realität ist es 01.00 Uhr nachts, Freitag, an dem ersten lauen Frühlingstag im April an dem man wirklich nachts noch auf ein Kölsch draußen sitzen…

Wochenend’ und Sonnenschein…

…in der Realität ist es 01.00 Uhr nachts, Freitag, an dem ersten lauen Frühlingstag im April an dem man wirklich nachts noch auf ein Kölsch draußen sitzen kann. Beste Rahmenbedingungen für gute Ideen. Das wir uns am nächsten Tag aufs Rad schwingen wollen, ist klar, aber wo es genau hingehen soll noch nicht.

Irgendwie kommen wir dann auf das Braunkohleabbaugebiet Garzweiler bei Köln

Garzweiler – das ist nicht der, durch die Medien bekannte Tagebau Hambach, in dem sich Aktivisten und Aktivistinnen im Hambacher Forst einen neuen Wohnsitz in den Bäumen eingerichtet haben, um zumindest noch dieses Stück Wald vor RWE zu retten. An dieser Stelle vielen Dank für den Hinweis @Rhein-Erft Tourismus e.V. und @RadRegionRheinland e.V. . Garzweiler ist aber da, wo viele Orte mit “Neu-” beginnen, in dem sich Anwohner neu einrichten mussten, da ihre Städte und Dörfer für das „Gemeinwohl“ weggebaggert wurden.

Auf eine sozialverträgliche Weise, versteht sich.

Kann man sich ja gut vorstellen, wie so was sozial verträglich ablaufen kann. IrRWEge. Wo früher also Garzweiler war, ist jetzt ein riesiges Loch und da wollen wir hin. Prost, ein Bier trinken wir aber noch.

Pünktlich, naja fast pünktlich, geht es los.

Treffpunkt ist Ehrenfeld in Köln und wir fahren einfach die Venloer Straße weiter hoch. Die ungefähre Richtung haben wir im Kopf, da wir morgens noch mal kurz in unserem Blog unter dem Menüpunkt Knotenpunkten geschaut haben. Kein Witz, es war wirklich so. Herausgekommen ist eine detailreiche Rad- und Fahrradkarte Richtung Tagebau Garzweiler (um die 50-km-Strecke ab Köln). 

 

Es ist warm, aber die Sonnenbrille sitzt, eben so die kurze Hose.

Von Ehrenfeld bis Garzweiler geht es grob gesagt immer die Venloer hoch. Vorbei am Westfriedhof …stop hier waren wir auch noch nie. Also umdrehen.
Melaten ist schon groß, kennt auch fast jeder in Köln, aber eine Schlossallee gibt es da nicht und die erwartet man zumindest nicht auf einem Friedhof. Der Westfriedhof hat so eine zu bieten, in prächtig. Sehr schön, so schön Friedhöfe sein können. Bei der Gelegenheit gönnen wir uns auch den ersten Schluck. In diesem Fall Wasser, da es doch schon sehr heiß ist und weiter geht es.

Wir stellen fest, dass ein Rabaukenrad vorne leicht schleift …

Fachmännisch stellen wir gemeinsam fest, dass es wohl nicht das Schutzblech ist und man einfach weiterfahren kann. Top. Warum Probleme lösen, wenn wir keins sehen.

Während sich die Kölner Häuserreihen schon längst gelichtet haben, tauchen im Hintergrund die ersten Kohlemeiler auf … kehr was ist das schön: Raps, Sonne, grüne Wiesen und der dicke Klotz mit seinen Kühltürmen fügen sich nahtlos in die Umgebung ein.

Es geht bergab, nicht nur landschaftlich, sondern auch auf der Straße. Mit ca. 30 km/h fahren wir auf eine Ampel zu.

“Ey lass uns da vorne am Radladen mal anhalten das Schleifen wird lauter …”

Das war der letzte Satz bevor wir das Vorderrad neben dem Fahrrad stehen haben, den Schlauch und Mantel auf eine neue Felge wuppen und mit einer Feile das Dingen bearbeiten in welches das verdammte neue Vorderrad noch nicht rein passt (siehe Bild unten). Zur Erinnerung: Es ist sauheiß, wir haben wenig Ahnung und hängen irgendwo vor einem Fahrradladen ohne Schatten ab.
Nachdem wir uns wohl nicht so K-L-U-K angestellt haben und der nette Mann aus dem Radladen mit den Worten “Zum Glück gibt es Leute, die das gelernt haben” das ein oder andere Mal unter die Arme greift, steht die Mühle tatsächlich wieder, fahrbereit auf der Straße! Wohuu… also weiter gehts.

Wie richtige Mechaniker

Wir sind immer noch überwältigt von unserer eigenen Leistung und davon, dass das Vorderrad nicht einfach rausfliegt weil wir irgendwas vergessen haben fest zuschrauben.
Doch die Freude hält nicht lange an, denn Hunger ist kein guter Freund und Begleiter. Besser ist jetzt doch eine richtige Pause. So sitzen wir nach unserem gelungenem Debüt als Zweiradmechaniker, 10 km vor Grevenbroich in einem netten Gasthaus auf der Sonnenterrasse. Trotz eigener Küche, dürfen wir unsere Brötchen essen und trinken dabei das erste und verdiente Radler. Selbstgeschmierten Brötchen aus den mitgebrachten Butterbrotdosen und Sonne – besser kann es eigentlich nicht werden.

Und wir haben es doch geschafft – Garzweiler, der Tagbau

Unser Zeitplan ist aufgrund der Panne etwas durcheinandergeraten und somit stehen wir erst um circa 17 Uhr am Loch. Leider ist es ziemlich diesig und man kann die gewaltigen Ausmaße teilweise nur erahnen. Ist aber auch egal, gigantisch groß ist es wahrscheinlich bei jedem Wetter. Wir fahren so nah an das Loch, wie es geht, keine Plattform aber auch keine Menschen.

Ein paar Fakten am Rande

Da wir zwar keinen Bildungsauftrag haben, aber doch etwas Aufklärungsarbeit leisten möchten. Hier ein paar Fakten zum Braunkohleabbaugebiet in Garzweiler:

  • In den vergangenen 50 Jahren 16 Orte geschluckt
  • Mehr als 11.000 Menschen mussten dafür weichen
  • Bis 2045 soll hier weitergebaggert werden, die Umsiedlung von fünf weiteren Orten geht damit einher
  • Die Feinstaubbelastung steigt immer weiter an
  • Irgendwann gegen Jahrhundertende soll dann das sog. Restloch in einen See umgewandelt werden

Letzteres hört sich erst mal nicht schlecht an, aber bis dahin sind Bodenhorizonte (Bodenschichten) sowie Feuchtbiotope erstmal trocken gelegt. Weitere, tiefgreifendere Infos findet ihr hier

 

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Immer wieder präsent in den Medien aber auch vor Ort ist der Protest von Anwohner*innen, Aktivist*innen der Politik gegen das weitere Baggern. Aufkleber mit dem Schriftzug IrRWEge zeichnet ein ganz klares Bild des immer noch bestehenden Widerstandes rund um den Tagebau und bezeichnet bestimmt nicht den Rad- oder Wanderweg. Es gibt allerdings auch eine Radtour von Radregionrheinland mit dem schönen Namen “Energieradtour”

Noch mehr Informationen

Für alle, die sich noch mehr informieren möchten, hier noch ein Tipp: Die Partei – “Die Grünen” fahren in diesem Frühjahr auch wieder aus verschiedenen Himmelsrichtungen und an verschiedenen Zeitpunkten Richtung Tagebau. Am letzten Wochenende aus Köln und am kommenden aus Mönchengladbach. Bei Interesse schaut einfach auf die jeweiligen Seiten der Ortsverbände.

Endegelände und auch das Ende der Tour

Den Tagebau haben wir jetzt gesehen und sind immer noch von den Ausmaßen überwältigt, doch leider haben wir nicht genug Zeit eingepackt und müssen an dieser Stelle die Tour abbrechen. In der Bahn von Jüchen nach Köln (fährt stündlich und nur 39 min) merken wir, dass uns das Thema nicht so recht loslassen will und etwas betrübt, spontan beschließen auf jeden Fall ein zweites Mal zum Tagebau zu fahren. Dann aber mit der Bahn direkt nach Jüchen und mit dem Rad zurück.

In ein paar Wochen gibt es dann Teil 2 der Geschichte.

In diesem Sinne 

 

Impressionen

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Die Knotenpunkte – Fahrradtouren durch Köln und NRW

Sind euch auch schon die großen roten Quadrate mit einer Zahl in weißer Umrandung an Radkreuzungen aufgefallen? Die Knotenpunkte – Was unsere Nachbarn in den Niederlanden schon haben, wird jetzt…

Sind euch auch schon die großen roten Quadrate mit einer Zahl in weißer Umrandung an Radkreuzungen aufgefallen? Die Knotenpunkte – Was unsere Nachbarn in den Niederlanden schon haben, wird jetzt in Deutschland nachgerüstet. Das Ganze funktioniert so:

Von Köln nach Düsseldorf mit dem Fahrrad

Ihr sucht euch eine Route die ihr gerne fahren wollt z. B. von Köln nach Düsseldorf,  von Nippes nach Ehrenfeld oder von A nach B. Am Besten kann man sich seine Route auf http://www.radroutenplaner.nrw.de/ raussuchen. Das Ganze ist ähnlich gestaltet wie Maps für Autofahrer, nur werden hier passende Straßen und Wege für Radfahrer berücksichtig, was das Radeln wesentlich entspannter macht, als wenn man sich von google an einer Bundesstraße, ohne Radweg entlanglotsen lässt.

Einfach Start und Ziel eingeben und fertig ist die Tour. Soweit so gut und eigentlich alles beim Alten.

Zoomt man aber weiter auf die berechnete Route, findet man rote Kreise mit Zahlen. Das sind die Wegmarken, welche ihr notieren oder direkt ausdrucken könnt.

Knotenpunkte am Rhein

Somit fahrt ihr, um von Köln nach Düsseldorf zu fahren einfach die Punkte 99-98-88-30-n ab. Hört sich kryptisch an ist aber kinderleicht. Man fährt von Knoten zu Knoten und zwischen den Knoten einfach den “Kleinen weißen Schildern” nach (auf dem Bild unten gibt es keine falsche Richtung und ihr fahrt so oder so richtig).

Wer die unromantische Variante bevorzugt, kann sich auch die GPS-Route herunterladen oder sich die Strecke direkt in die Radroutenplaner APP laden. Nur Achtung die App verfügt über keinen Offlinemodus und muss somit eine Datenverbindung haben. Was zum einen den Akku schnell leer saugt (fatal bei der Suche nach Campingplätzen/Hotels – siehe RuhrtalRadweg Tag 2) und zum anderen in ländlichen Gegenden zu Problemen führen kann.  Ich persönlich möchte auch mein Handy nicht die ganze Zeit im Blick haben, wenn ich draußen unterwegs bin. GPS Karten können aber dennoch als Backup hilfreich sein.

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