getrocknete Tomaten
Schneidebretter… purer Luxus und nicht unbedingt nötig

Fahrradrabauken goes Foodblog. Lecker!

Aus (immer!) gegebenen Anlass machen wir jetzt auch mal dreckigen einfachen Foodporn. Unser ganz persönliches Campingkochbuch. Die Zutaten passen alle in die Fahrradtasche oder in die kleine Bulliablage. Einfach und lecker: Die Fahrradrabauken 1000-Sterne-Küche. Guten Appetit.

Fahrradrabauken vor dem Zelt
Kulturelle Landpartie im Wendland – Was waren wir jung (Anno 2017)

Schnelle und einfache vegetarische Gerichte für den Campingkocher

Hunger, der {Substantiv, maskulin}. Unser bester Freund und ständiger Begleiter. Immer wieder ignoriert und später bereut, nicht auf unseren Bauch gehört zu haben. Deshalb hier und für euch unsere Rezepte von und für unterwegs damit der Magen erst gar nicht in den Knien hängt.

Vegetarische Campinggerichte für deine Fahrradtour

Eins vor ab: Alles was du hier findest ist ohne Fleisch. Nee, Fisch auch nicht. Nee, auch keine Wurst. Essen wir nicht und deswegen haben wir auch keine Ahnung wie man das Outdoor grillt. Also ab ins Beet und das grüne Zeug auf den Campingkocher.

Gemüse auf dem Zeltplatz

1. Entree: Geröstetes Toastbrot mit Olivenöl

So einfach und doch ein leckerer Start in den Tag. Brot rösten auf dem Campingplatz.

geröstete Toast

Was brauchst du?

  • Viele Toastbrote (ca. 3-4 Scheiben pro Person)
  • Olivenöl

Das Equipment

  • Einen Campingkocher
  • Eine Pfanne
  • Einen Pfannenwender oder eine Gabel

Was ist zu tun?

Als Erste benetze man die Pfanne…. quatsch… Öl in die Pfanne, ruhig einen guten Schuss. Das Ganze dann auf dem Kocher erhitzen und das Toast rein, wenn das Öl heiß genug ist. Mit dem Pfannenwender schön andrücken (vergrößert die geröstete Fläche) und der ganze Spaß noch einmal von der anderen Seite.

Achtung: Wenn du viele Brote röstet kann die Pfanne schon sehr heiß werden und sich leicht verformen. (Quelle: Selbsttest mit beschichteter Aluminumpfanne)

2. Linsen-Rucola Salat

Ein kaltes oder warmes, leckeres und sehr schnelles Gericht.

Was brauchst du?

  • Rote, braune oder bunte Linsen
  • Eine Packung Rucola
  • Eine Packung Ziegenfrischkäse (für die vegane Variante einfach weglassen)
  • Salz, Pfeffer oder was du gerade so zur Hand hast und lecker schmeckt.

Das Equipment

  • Einen großen Topf (um später alles zu verrühren)

Was ist zu tun?

Linsen kurz abwaschen. Den Topf mit Wasser erhitzen, Linsen rein und kochen bis sie gar sind. Jetzt heißt es etwas warten bis die Linsen abgekühlt sind. Wenn der Hunger schon zu groß ist, einfach kaltes Wasser durch und so abkühlen.

Dann den Rucola, den Ziegenfrischkäse und die Gewürze unterheben. Zack, fertig.

Anmerkung: Sind die Linsen noch warm oder heiß geht der Rucola etwas ein, geht aber auch.

3. Gnocchi Salat (mediterran)

Es müssen nicht immer schnöde Nudeln sein, auch Salat kann begeistern. Lust auf etwas mehr Schnibbellei? Bitte sehr. Es lohnt sich und dauert echt nicht so lange.

Was brauchst du?

  • 250g oder 500g (je nach Hunger) Gnocchi
  • Eine Packung Rucola
  • 500g frische Tomaten
  • Pinienkerne
  • geriebenen Parmesan

Das Equipment

  • Eine Salatschüssel oder einen großen Topf zum “Sammeln” der Zutaten.
  • Falls gewünscht: Eine Pfanne zum rösten der Pinienkerne

Was ist zu tun?

Gnocchi mit Salz kochen. Geht super schnell, da vorgekocht. Etwas abkühlen lassen und in der Zwischenzeit Tomaten schnibbeln und mit dem Rucola vermengen. Sind die Gnocchi noch lauwarm, ab zu dem Rest. Schmeckt auf jeden Fall jetzt schon.

Das Krönchen auf dem i oder wie sagt man?

Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen und damit eure Zeltnachbar*innen neidisch zu euch rüber blicken, noch die Pinienkerne in der Pfanne anrösten (OHNE ÖL) und zusammen in euren Salat kippen. Der Käse kann selbstverständlich weggelassen werden.

4. Chili sin carne 

One Pot. Dosenschlacht. Aber leider notwenig für dieses einfache und sehr leckere „Kippzusammen-Gericht“.

Was brauchst du?

  • Sojaschnetzel oder rote Linsen
  • 3 Dosen Kidneybohnen
  • 2 Dosen Tomatenstückchen (ob gewürzt oder nicht: is up to you)
  • 1 Dose Mais
  • 1 Zwiebel
  • 1 Paprika
  • Paprika und/oder Chiligewürz
  • Salz
  • Pfeffer
  • Öl

Das Equipment

  • einen großen Topf

Was ist zu tun?

Zwiebel und Paprika klein schneiden. Dosen öffnen. Kocher an, Topf drauf, Öl rein und die Zwiebeln andünsten. Riecht ab hier schon unschlagbar. Wenn die Zwiebeln glasig sind: Linsen (oder Sojageschnetzeltes), Bohnen, Paprika und Mais reinkippen. Kurz mit anbraten und mit den Dosentomaten ablöschen <– Gourmetrabauken 🙂 Lass das Ganze noch etwas köcheln und schmeck es mit Salz, Pfeffer und Chiligewürz ab. Zack das war es schon.

Variante: Ob du Linsen oder Sojageschnetzeltes nimmst ist Geschmackssache. Soja muss eigentlich vorher kurz mit heißem Wasser aufgekocht werden. Geht aber auch einfach, wenn du es mit reinwirfst.

5. Omelette mit Gemüse 

Alle Veganer*innen scrollen bitte weiter. Hier kommt eine Eierschlacht.

Was brauche ich?

  • Gemüse
  • und Eier

Was brauche ich genau?

Alles was dir sonst noch schmeckt. Wir nehmen gern die folgenden Zutaten:

  • Zucchini
  • Aubergine
  • Zwiebeln
  • Paprika
  • Champignons
  • Salz
  • Pfeffer

Das Equipment

  • Einen Topf
  • Eine Pfanne

Was ist zu tun?

Alles was an Gemüse da ist in mundgerechte Happen schneiden. Freestyle Gemüsepfanne quasi. Etwas Öl in den großen Topf und das Gemüse dünsten bis es weich, aber nicht zerkocht ist.

Jetzt tauscht du den Topf gegen die Pfanne. Etwas Gemüse rein und ein, zwei Eier über das Gemüse. Kurz durchgaren und schon ist das Omelett fertig. Das Ganze einfach für den Rest des Gemüses wiederholen.

Falls du noch einen extra Topf oder Schüssel zu Hand hast, kannst du natürlich auch die Eimasse mit mehreren Eiern vorbereiten.

 

6. Kichererbsen Tomatensalat mit Feta (ohne kochen!)

Was brauchst du?

  • Kichererbsen aus der Dose
  • 250g Tomaten
  • eine Zwiebel
  • 250g Feta (für die vegane Variante weglassen)
  • etwas Chili
  • Minze
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer

Das Equipment

  • einen großen Topf

Was ist zu tun?

Kichererbsen abgießen und ab in den Topf. Einen Teil der Kichererbsen mit der Gabel zerdrücken, damit das Öl besser aufgenommen werden kann. Tomaten klein schneiden und auch dazu. Minze und Chili (etwas!) klein hacken und mit Salz und Pfeffer unterheben. Jetzt noch den Feta und das Olivenöl dazu und fertig ist eins unserer Lieblingsgerichte. Da läuft einem doch beim lesen schon das Wasser im Mund zusammen oder etwa nicht, Leute!

7. Angebratene Auberginen – Mal was Kleines fürn Geschmack

Was brauchst du?

  • Auberginen
  • Öl zum braten
  • Salz und Pfeffer

Das Equipment

  • Eine Pfanne
  • Pfannenwender oder Gabel

Was ist zu tun?

Auberginen in Streifen schneiden. Öl ab in die Pfanne und ordentlich heiß machen. Die Auberginenscheiben jetzt von beiden Seiten kurz anbraten. Am Besten drückst du die Scheiben noch kurz an, damit die gebräunte Fläche größer ist.

Wenn die Salzvorräte es zulassen, kannst du die Scheiben von beiden Seiten je nach Vorliebe salzen.

8. Nudeln mit Tomaten-Kapern-Soße

Mal etwas Anderes als immer Bolo. Und Fleisch ist eh nicht so unsers.

Was brauchst du?

  • 500g Nudeln; hier Spaghetti
  • 2 Dosen Tomatenstückchen
  • 1 Zwiebel
  • 1 kleines Glas mit Kapern
  • Parmesan (falls gewünscht)
  • Salz
  • Pfeffer
Unscharfes Bild, aber leckeres Essen

Das Equipment

  • Einen Topf für Nudeln
  • Einen für die Soße

Was ist zu tun?

Einen Topf mit Wasser erhitzen und die Nudeln mit Salz kochen. Der Trick ist dabei, die Nudeln nicht ganz gar zu kochen sondern noch etwas ziehen zu lassen. Das spart Gas und vor allem Zeit. In der Zwischenzeit kannst du prima die Soße für die Nudeln kochen.

Für die Soße: Zwiebeln in kleine Stücke schneiden und mit etwas Öl im zweiten Topf glasig dünsten. Darauf werden dann die zwei Dosen mit den Tomatenstückchen und das Glas mit den Kapern gekippt. Bei letzterem inklusive Flüssigkeit. Das gibt noch mal Geschmack, nech?! Jetzt noch kurz etwas köcheln lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig ist der Genuss.

9. Reispfanne mit Gemüse (Paprika, Champignons, Aubergine, Tomaten) 

Was brauchst du?

  • 1 Zucchini
  • 1 Zwiebel
  • 1 Paprika
  • und alles was du sonst noch an Gemüse essen möchtest
  • Reis
  • 2 Dosen mit Tomatenstückchen
  • Salz
  • Pfeffer

Das Equipment

  • Pfannenwender
  • Eine Pfanne um das Gemüse anzubraten
  • Einen Topf für den Reis

Was ist zu tun?

Nimm soviel Reis wie du magst und koch ihn mit etwas Wasser und Salz in einem Topf. Der Trick ist, nicht zuviel Wasser zunehmen um später auch nichts abgießen zu müssen. Das macht den Reis richtig lecker.

In der Pfanne erhitzt du etwas Öl und dünstes das Gemüse bis zum gewünschten Knackigkeitsgrad. Das Gemüse direkt vom Kocher zum Reis und zusammen mit den Dosentomaten unterheben. Besonders clever: Die Dosentomaten kühlen das Gericht direkt ab so dass man sich nicht den Mund verbrennt, wenn der Hunger mal wieder zu groß ist. Salz und Pfeffer… erklärt sich von selbst.

Reste lassen sich gut in Gläsern mitnehmen.