Eine Fahrradtour in und um Köln | Tag 2 | Durch den Königsforst und die Wahner Heide

Jetzt auch mal in Bewegtbild. Mehr davon? Dann schreibt uns und wir strengen uns noch etwas mehr an.
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Nochmal zur Erinnerung: Wir schreiben den Frühsommer 2019. Mai, um genauer zu sein. Die Sonne lacht diebisch an diesem längeren Feiertagswochenende. Ein paar Tage vorher haben wir klargemacht, das wir mal eine mehrtägige Tour in und um Köln machen wollen. Mit Übernachtung im Zelt. So ein bisschen also wie als Kind im eigenen Garten (ja wir sind Landeier) also. Gesagt getan. So sind wir. Spontan und Macher. Nicht.

‘ker wat schön. Zelten am Waldrand

Drahtesel trifft Esel – Mit dem Rad im Königsforst und in der Wahner Heide

Schäl Sick Tag 2 und der morgendliche Abschied von Jakob (Name selbstverständlich bis zu Unkenntlichkeit – und noch viel weiter – geändert), bei dem noch so urbanes Zeugs („irgendwo tanzen gehen“) auf dem Plan steht, während es uns weiterhin raus aus der Stadt ins Grüne zieht. Aber erst einmal trinken wir zusammen noch in Ruhe einen selbst gebrühten Kaffee am Zelt und genießen die morgendlich-gemütliche Stimmung am Platz. Das ist fast das Schönste überhaupt: Mit guten Freunden draußen unterwegs sein, bei gutem Wetter im Zelt pennen und morgens dann ganz entspannt – und nicht zu matschig – mit `nem frischen Kaffee und Prachtstulle in den Tag starten. Herrlich!

Hm, lecker Prachtstulle (Symbolbild für jeden morgen im Zelt)

Mit dem Rad durch Köln – Klappe die Zweite

Tag 2 also, und unsere Radtour durchs grüne Köln geht weiter. Wir bleiben noch einen Tag rechtsrheinisch. So schlimm kann der erste Tag auf der „falschen“ Rheinseite also nicht gewesen sein und es gibt ja auch noch einiges zu sehen hier in der Gegend. Apropos Tag 1, den könnt hier (https://www.fahrradrabauken.de/2019/11/17/radtour-in-koeln-um-koeln-und-um-koeln-herum/) nachlesen.

Fahrradfahren im Königsforst und in der Wahner Heide bei Köln

Für den zweiten Tag haben wir uns vorgenommen weiter Richtung Süden zu fahren, den Königsforst und die Wahner Heide zu durchqueren. Also erst einmal viel Wald und Heidelandschaft, bevor wir dann – so der Plan – Richtung Rhein abbiegen und uns einen Campingplatz am Rheinufer besorgen. Wenn das mal nicht nach einem guten Plan klingt!

Fahrradrabauken - Hinter den Kulissen
Hinten den Kulissen

Die Radfahrkarten gibt es umsonst – Die nehmen wir doch gerne mit

Auch heute folgen wir wieder mehr oder weniger genau einer Radtourroute die auch von der Stadt Köln promoted wird. Die Strecke nennt sich „Mit dem Rad durch den Königsforst und die Wahner Heide“. Ausführliche Infos und GPS-Kartenmaterial zur Strecke könnt ihr online hier (https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/ferien-freizeit/mit-dem-rad-durch-den-koenigsforst-und-die-wahner-heide) abrufen und auch mehrseitige Flyer zur Route kann man von der Stadt Köln beziehen. Genug gelabert. Ab aufs Rad und losgestrampelt…

So sieht das gedruckte Kartenmaterial zu den Touren aus

Sommerwetter und frische Erdbeeren im Königsforst – Wer kann da schon widerstehen?!

Während wir gemächlich beim feinstem Sommerwetter aus dem Dünnwald in Richtung Königsforst und Wahner Heide tuckern, klopft auch direkt schon wieder der Hunger an. Zumindest bei einem von uns beiden. Naja, da das Frühstück nicht gerade üppig war, ist das vielleicht auch verständlich.

Alles was du über Erdbeeren wissen musst – lies hier #Clickbait

Einer Fata Morgana gleich erscheint am Waldesrand eine Erdbeerbude. Nice, frische Erdbeeren. Genau der richtige Zwischensnack. Obwohl wir noch keine Stunde auf dem Rad sitzen, schlagen wir zu, kaufen uns eine große Schale, setzen uns an den Wegesrand und schauen uns Erbeerenkauend die vorbeiziehenden Wandererer*innen und Radfahrer*innen an. Ein zu verlockendens kulinarisches Angebot. Radfahren werden wir ja eh noch den ganzen Tag, dann kann man es auch locker angehen lassen.

Erdbeerbude im Königsforst

Wir pesen durch den Königsforst

Den Magen voll mit Erdbeeren zieht es uns weiter Richtung Königsforst. Irgendwo zwischen Einflugschneise des Flughafens Köln-Bonn und mitten im Grünen, so sagte man uns und so war es dann auch. Wer den Königsforst noch nicht kennt, hier mal schnell ein paar lose aneinander gereihte Fakten (den Rest könnt ihr selber bei Wikipedia oder so nachlesen):

5 Dinge die jede*r über den Königsforst wissen sollte #Clickbait2

  • Teile sind Vogelschutz und FFH-Gebiet (nein, hat nichts mit ausziehen zu tun, sondern mit schützenswerter Flora und Fauna)
  • 25 Quadratkilometer groß und auf den Stadgebieten von Köln, Bergisch Gladbach und Rösrath verlaufend
  • das größte zusammenhängende Waldgebiet der rechtsrheinischen Mittelterasse, höchster Erhebung ist der Tütberg mit 212 Metern
  • Kölns höchsten Punkt, den Monte Troodelöh mit einer Höhe von unglaublichen 118,04 Metern über Null, findet ihr auch im Königsforst
  • Es gibt Wald- und Bodenlehrpfade sowie ein Wildgehege und vieles mehr (Naherholungsgebiet, you name it)

Keine Asphaltwüste und immer noch Köln

Mit dem Rad sind wir auf Wald- und Feldwegen unterwegs. Ab und zu auch auf asphaltierten Wegen. Wir durchqueren den Forst grob betrachtet quasi von Nordwest nach Südost Richtung Wahner Heide und dann zum Rhein.

Wahner Heide – Mit dem Rad durch die Kölner Prärie

Nachdem wir Bahnlinie und Autobahn hinter uns gelassen haben rollen wir schnurstracks auf das nächste Natur- und Kulturhighlight Kölns zu: Die Wahner Heide. Auch hierzu liefern wir euch mit Hilfe des Internetz erstmal ein paar Fakten… Die Wahner Heide:

4 Dinge die… Ihr wisst schon oder nicht? Dann lest weiter über die Wahner Heide

  • wurde lange Zeit militärisch genutzt (Preußen, Nazis, Royal Airforce, Belgische Armee, Bundeswehr)
  • beherbergt 350 Ziegen und Glanrinder zur Pflege der traditionellen Heidelandschaft
  • ist Lebensort für ca. 700 auf der Roten Liste notierten gefährdeten Pflanzen und Tierarten
  • ist ca. 5000 Hektar groß und hat eine Vielzahl von Wander- und Radwegen auf denen man entspannt cruisen kann

Heidelandschaft (fast) mitten in Köln

Da wir heute nicht die meisten Kilometer abschrubben werden, lassen wir uns Zeit, halten immer mal wieder an und genießen die außergewöhnliche Heidelandschaft. Apropos Heidelandschaft. Wisst ihr wie so etwas entsteht? Nein? Wir auch nicht. Erst hatten wir die Idee das hier auszuführen. So schlaubergermäßig mit gefährlichem Halbwissen aus unseriösen Quellen halt. Aber das lassen wir jetzt doch einfach mal sein. Der Text wird eh schon wieder viel länger als geplant. Wir fahren also über natürliche Wege durch die Heidelandschaft, fahren und fahren, gucken, fotografieren. Pausieren. Und dann wieder das Gleiche von vorn und alles ohne Zeitdruck und Stress. Quasi vor der eigenen Haustür. Wie wunderbar!

Wahner Heide in Köln
Wahner Heide

Immer noch Kölner Stadtgebiet

Auf unseren Rädern sitzend staunen wir immer wieder über diese Landschaft. Dass es so etwas auf dem Kölner Stadtgebiet gibt ist schon der Knaller. Hier will man am liebsten das Zelt aufschlagen (darf man natürlich nicht) und nachts in den Sternenhimmel blicken. So ein bisschen fühlt man sich wie in der Prärie. Wir fahren durch den Geisterbusch und entlang der Binnendünen, queren den Linder Bruch und kommen langsam aber sicher dem Rhein immer näher. Der Nachmittag ist nicht mehr der Jüngste und unseren Plan am Rhein zu zelten möchten wir auf jeden Fall einhalten. Noch einmal in die Heide geblickt, durchgeatmet und abgespeichert. Weiter geht es in südlicher Richtung mit einem Schlenker gen Westen Richtung Rhein.

Königsforst & Wahner Heide

Campen am Rheinufer und Ausklang im Biergarten an der Groov

Wahn, Zündorf und Porz. Auch Kölner Stadtteile. Alle drei recht nah am Rheinufer, rechtsrheinisch im Süden der Stadt. Wir sind wieder urbaner. Nachdem wir einen ganzen Tag lang durch Wälder und Heidelandschaften geradelt sind, müssen wir da jetzt durch wenn wir unser Nachtlager auf der linken Rheinseite erreichen wollen. Unser Ziel ist erst einmal die Groov in Zündorf, dort kann mit der kleinen Rheinfähre übergesetzt werden. Außerdem kann man da recht lässig noch ein Getränk zu sich nehmen, was ja jetzt auch nicht nebensächlich ist. Was die Groov ist könnt ihr übrigens in einem unserer anderen Tourenberichte nachlesen (https://www.fahrradrabauken.de/2017/08/28/auf-zur-groov/).

Mit dem Krokodil über den Rhein, todesmutige Rabauken

Heute jedenfalls gönnen wir uns in Ruhe ein Getränk und kreuzen den Rhein dann mit der erwähnten kleinen Fähre („Krokodil“). Am anderen Rheinufer angekommen geht es dann nordwärts Richtung Rodenkirchen. Im Internet lesen wir „Campingplatz mit Biergarten und mehr“. Nach einem langen Tag auf dem Rad, genau das wodrauf wir Bock haben. Camping Berger (https://www.camping-berger.koeln/) liegt direkt am Flussufer. Für unseren Geschmack eigentlich ein, zwei Nummern zu groß und professionell. Wir mögen’s ja gern spartanisch auf Campingplätzen. Aber was soll’s. Räder abgestellt, Zelt aufgebaut, im Biergarten Platz genommen, lecker gegessen und dann ins Zelt. Ende Tag 2.

Noch sind wir nicht durch – Tourentag 3

Aber ein Tag folgt ja noch. Der dritte Tag unserer Köln Tour führt uns dann über grüne Wege mitten durch das linksrheinische Köln bis hoch in den Norden der Stadt. Pleiten, Pech und Pannen pflasterten unseren letzten Tourentag. Aber dazu dann mehr in Teil 3. Irgendwann, demnächst, hoffentlich möglichst bald. Vielleicht sogar noch 2019!

Cheers, eure Fahrradrabauken

Schöne Weihnachtszeit schonmal und frohes Neues!

Hier haben wir uns ausgeruht, was dann passiert ist werdet ihr nicht glauben #Clickbait3

Im letzten Teil klären wir auch endlich auf, was es mit diesem Holzstapel und den kleinen umtriebigen Waldbewohnern auf sich hat. Das Beste kommt wie immer zum Schluss bzw. wir vergessen ganz gerne auch mal die ein oder andere Sache.