Zwei Kölner, noch mehr Kölsch und die Idee mit dem Rad unser zu Hause zu erkunden.

Kategorie: Urbanbiking

Monheim am Rhein

Raus aus Köln: Den Rhein entlang nach Monheim   Heute geht’s nach Monheim am Rhein – Ein Tagestrip Zur Groov, in Richtung Zündorf sind wir schon geradelt, jetzt geht es…

Raus aus Köln: Den Rhein entlang nach Monheim

 

Heute geht’s nach Monheim am Rhein – Ein Tagestrip

Zur Groov, in Richtung Zündorf sind wir schon geradelt, jetzt geht es den Rhein mal nicht rauf, sondern runter. Monheim am Rhein – ein kleines beschauliches Städtchen mit ca. 40.00 EinwohnerInnen im Kreis Mettmann.    Übrigens, auch Monheim hat seinen Macron. In Monheim wurde im Jahr 2009 ein 27-jähriger Bürgermeister gewählt. 27? Ja genau, da waren andere schon tot. Kurt Cobain zum Beispiel. Daniel Zimmermann lebt aber noch. Der damals wohl jüngste NRW-Bürgermeister und die Partei die er vertritt – PETO – haben vor Ort eine Reihe politischer Initiativen angestoßen, für eine offene Gesellschaft, aber auch für eine unternehmensfreundliche Kommune. Liberale Politik halt. Für alle älteren LeserInnen über 30 Jahre ist vielleicht noch interessant, dass PETO in Monheim eine AG30 Plus zur Einbindung der Interessen älterer (!) Menschen gegründet hat. Apropos alte Menschen, schön ist es schon am Rhein und die Landschafft erst, neee wat is das schön hier. Ja, ja und das Wetter…. es gibt auf jeden Fall extrem leckeres Spaghettieis und wer jetzt noch weitere Argumente braucht dem/der ist auch nicht mehr zu helfen. Auf nach Monheim!

Immer den Rhein hoch

In Monheim ist man schon nach ca. 23 km, entweder geht es über die Autobahnbrücke Richtung Leverkusen. Der Radweg läuft hier parallel zu Fahrbahn der Autos, ist aber akustisch komplett von der Autobahn getrennt.

Autobahn oder doch lieber am Rhein entlang

Leider ist auf Grund der allgemeinen Straßenlage in NRW auch diese Brücke baufällig und es wird fleißig gebaut. Die Autos dürfen weiterfahren nur der Radweg neben der Straße ist leider und eigentlich für Räder und Fußgänger gesperrt… An Feiertagen kein Problem, denn an den arbeitsfreien Tagen schieben sich Massen von Fahrräder an den Zäunen vorbei, um nicht die (sehr schlecht ausgeschilderte) Umleitung zu fahren. Leider gibt es hier, von unserer Seite noch keine Erfahrungswerte, wie es an normalen Werktagen aussieht und ob der gesperrte Radweg dann noch befahrbar ist. Schreibt uns gerne hier zu.

Fahrradfahren inklusive Bootstour auf Gevatter Rhein

Viel schöner ist es eh auf der anderen Rheinseite, sprich nicht über die Brücke, sondern einfach am Rhein vorbei in Richtung Monheim. Der Rhein muss zwar immer noch überquert werden, das kann aber bequem und westlicher schöner mit der Rheinfähre auf der Höhe Köln-Langel/Hitdorf geschehen. Nicht umsonst wie die autobahnnahe Überquerung, aber mit zwei Euro für Mensch mit Fahrrad immer noch in Ordnung. Mit der Fähre wird der Rhein im gemächlichen Tempo überquert und lässt Zeit um kurz durchzuatmen, um das schöne Rheinpanorama genießen.

Keine richtige Pause – also wieder rauf aufs Rad

Nächster Stopp am Wendepunkt das Eiscafe Dolomiti. Wir haben das Eiscafé lediglich durch Zufall entdeckt und waren etwas erschrocken über die riesigen Portionen zu verhältnismäßig wenig Geld. 4,7 von 5 Sternen in Bewertungen sagen eigentlich schon alles. Wir sind auf jeden Fall jetzt schon Fans des großartigen original italienischen Eiscafés. Das sagen wir frei und ungezwungen und ohne Spagetti-Eis-Flatrate. Schade eigentlich! Wenn wir eine hätten, würden wir liebend gerne das Eis mit euch teilen.

Fazit der Tagestour

Für eine Tagestour ist Monheim am Rhein ein super Zwischenstopp und zu Hause plagt auch nicht das schlechte Gewissen über einen viel zu großen Eisbecher, wenn ihr die ca. 23 km zurückfahrt. Eine Kamera hatten wir leider diesmal nicht dabei und kommt als Gedächtnisstütze mit auf unsere Packliste. Zum Glück gibt es aber Leute die nicht so verplant sind und wirklich schöne Bilder gemacht haben. Bei den Aussichten sind 50 km sind doch machbar oder doch lieber wieder Streamingdienst und TK-Pizza? 

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Tagebau Garzweiler

Wochenend’ und Sonnenschein… …in der Realität ist es 01.00 Uhr nachts, Freitag, an dem ersten lauen Frühlingstag im April an dem man wirklich nachts noch auf ein Kölsch draußen sitzen…

Wochenend’ und Sonnenschein…

…in der Realität ist es 01.00 Uhr nachts, Freitag, an dem ersten lauen Frühlingstag im April an dem man wirklich nachts noch auf ein Kölsch draußen sitzen kann. Beste Rahmenbedingungen für gute Ideen. Das wir uns am nächsten Tag aufs Rad schwingen wollen, ist klar, aber wo es genau hingehen soll noch nicht.

Irgendwie kommen wir dann auf das Braunkohleabbaugebiet Garzweiler bei Köln

Garzweiler – das ist nicht der, durch die Medien bekannte Tagebau Hambach, in dem sich Aktivisten und Aktivistinnen im Hambacher Forst einen neuen Wohnsitz in den Bäumen eingerichtet haben, um zumindest noch dieses Stück Wald vor RWE zu retten. An dieser Stelle vielen Dank für den Hinweis @Rhein-Erft Tourismus e.V. und @RadRegionRheinland e.V. . Garzweiler ist aber da, wo viele Orte mit “Neu-” beginnen, in dem sich Anwohner neu einrichten mussten, da ihre Städte und Dörfer für das „Gemeinwohl“ weggebaggert wurden.

Auf eine sozialverträgliche Weise, versteht sich.

Kann man sich ja gut vorstellen, wie so was sozial verträglich ablaufen kann. IrRWEge. Wo früher also Garzweiler war, ist jetzt ein riesiges Loch und da wollen wir hin. Prost, ein Bier trinken wir aber noch.

Pünktlich, naja fast pünktlich, geht es los.

Treffpunkt ist Ehrenfeld in Köln und wir fahren einfach die Venloer Straße weiter hoch. Die ungefähre Richtung haben wir im Kopf, da wir morgens noch mal kurz in unserem Blog unter dem Menüpunkt Knotenpunkten geschaut haben. Kein Witz, es war wirklich so. Herausgekommen ist eine detailreiche Rad- und Fahrradkarte Richtung Tagebau Garzweiler (um die 50-km-Strecke ab Köln). 

 

Es ist warm, aber die Sonnenbrille sitzt, eben so die kurze Hose.

Von Ehrenfeld bis Garzweiler geht es grob gesagt immer die Venloer hoch. Vorbei am Westfriedhof …stop hier waren wir auch noch nie. Also umdrehen.
Melaten ist schon groß, kennt auch fast jeder in Köln, aber eine Schlossallee gibt es da nicht und die erwartet man zumindest nicht auf einem Friedhof. Der Westfriedhof hat so eine zu bieten, in prächtig. Sehr schön, so schön Friedhöfe sein können. Bei der Gelegenheit gönnen wir uns auch den ersten Schluck. In diesem Fall Wasser, da es doch schon sehr heiß ist und weiter geht es.

Wir stellen fest, dass ein Rabaukenrad vorne leicht schleift …

Fachmännisch stellen wir gemeinsam fest, dass es wohl nicht das Schutzblech ist und man einfach weiterfahren kann. Top. Warum Probleme lösen, wenn wir keins sehen.

Während sich die Kölner Häuserreihen schon längst gelichtet haben, tauchen im Hintergrund die ersten Kohlemeiler auf … kehr was ist das schön: Raps, Sonne, grüne Wiesen und der dicke Klotz mit seinen Kühltürmen fügen sich nahtlos in die Umgebung ein.

Es geht bergab, nicht nur landschaftlich, sondern auch auf der Straße. Mit ca. 30 km/h fahren wir auf eine Ampel zu.

“Ey lass uns da vorne am Radladen mal anhalten das Schleifen wird lauter …”

Das war der letzte Satz bevor wir das Vorderrad neben dem Fahrrad stehen haben, den Schlauch und Mantel auf eine neue Felge wuppen und mit einer Feile das Dingen bearbeiten in welches das verdammte neue Vorderrad noch nicht rein passt (siehe Bild unten). Zur Erinnerung: Es ist sauheiß, wir haben wenig Ahnung und hängen irgendwo vor einem Fahrradladen ohne Schatten ab.
Nachdem wir uns wohl nicht so K-L-U-K angestellt haben und der nette Mann aus dem Radladen mit den Worten “Zum Glück gibt es Leute, die das gelernt haben” das ein oder andere Mal unter die Arme greift, steht die Mühle tatsächlich wieder, fahrbereit auf der Straße! Wohuu… also weiter gehts.

Wie richtige Mechaniker

Wir sind immer noch überwältigt von unserer eigenen Leistung und davon, dass das Vorderrad nicht einfach rausfliegt weil wir irgendwas vergessen haben fest zuschrauben.
Doch die Freude hält nicht lange an, denn Hunger ist kein guter Freund und Begleiter. Besser ist jetzt doch eine richtige Pause. So sitzen wir nach unserem gelungenem Debüt als Zweiradmechaniker, 10 km vor Grevenbroich in einem netten Gasthaus auf der Sonnenterrasse. Trotz eigener Küche, dürfen wir unsere Brötchen essen und trinken dabei das erste und verdiente Radler. Selbstgeschmierten Brötchen aus den mitgebrachten Butterbrotdosen und Sonne – besser kann es eigentlich nicht werden.

Und wir haben es doch geschafft – Garzweiler, der Tagbau

Unser Zeitplan ist aufgrund der Panne etwas durcheinandergeraten und somit stehen wir erst um circa 17 Uhr am Loch. Leider ist es ziemlich diesig und man kann die gewaltigen Ausmaße teilweise nur erahnen. Ist aber auch egal, gigantisch groß ist es wahrscheinlich bei jedem Wetter. Wir fahren so nah an das Loch, wie es geht, keine Plattform aber auch keine Menschen.

Ein paar Fakten am Rande

Da wir zwar keinen Bildungsauftrag haben, aber doch etwas Aufklärungsarbeit leisten möchten. Hier ein paar Fakten zum Braunkohleabbaugebiet in Garzweiler:

  • In den vergangenen 50 Jahren 16 Orte geschluckt
  • Mehr als 11.000 Menschen mussten dafür weichen
  • Bis 2045 soll hier weitergebaggert werden, die Umsiedlung von fünf weiteren Orten geht damit einher
  • Die Feinstaubbelastung steigt immer weiter an
  • Irgendwann gegen Jahrhundertende soll dann das sog. Restloch in einen See umgewandelt werden

Letzteres hört sich erst mal nicht schlecht an, aber bis dahin sind Bodenhorizonte (Bodenschichten) sowie Feuchtbiotope erstmal trocken gelegt. Weitere, tiefgreifendere Infos findet ihr hier

 

Zurück zur Tour

Immer wieder präsent in den Medien aber auch vor Ort ist der Protest von Anwohner*innen, Aktivist*innen der Politik gegen das weitere Baggern. Aufkleber mit dem Schriftzug IrRWEge zeichnet ein ganz klares Bild des immer noch bestehenden Widerstandes rund um den Tagebau und bezeichnet bestimmt nicht den Rad- oder Wanderweg. Es gibt allerdings auch eine Radtour von Radregionrheinland mit dem schönen Namen “Energieradtour”

Noch mehr Informationen

Für alle, die sich noch mehr informieren möchten, hier noch ein Tipp: Die Partei – “Die Grünen” fahren in diesem Frühjahr auch wieder aus verschiedenen Himmelsrichtungen und an verschiedenen Zeitpunkten Richtung Tagebau. Am letzten Wochenende aus Köln und am kommenden aus Mönchengladbach. Bei Interesse schaut einfach auf die jeweiligen Seiten der Ortsverbände.

Endegelände und auch das Ende der Tour

Den Tagebau haben wir jetzt gesehen und sind immer noch von den Ausmaßen überwältigt, doch leider haben wir nicht genug Zeit eingepackt und müssen an dieser Stelle die Tour abbrechen. In der Bahn von Jüchen nach Köln (fährt stündlich und nur 39 min) merken wir, dass uns das Thema nicht so recht loslassen will und etwas betrübt, spontan beschließen auf jeden Fall ein zweites Mal zum Tagebau zu fahren. Dann aber mit der Bahn direkt nach Jüchen und mit dem Rad zurück.

In ein paar Wochen gibt es dann Teil 2 der Geschichte.

In diesem Sinne 

 

Impressionen

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Auf zur Groov – Holland oder was?

Die Groov – “Die Freizeitinsel” liegt direkt am Rhein in Köln Zündorf   Nicht in den Niederlanden sondern “ums Eck” und auch unter der Woche schnell zu erreichen – Die…

Die Groov – “Die Freizeitinsel” liegt direkt am Rhein in Köln Zündorf

 

Nicht in den Niederlanden sondern “ums Eck” und auch unter der Woche schnell zu erreichen – Die Groov.

Die Groov (auch “Die Freizeitinsel” genannt) liegt direkt am Rhein in Köln Zündorf und ist ein kleines Freizeitparadies nicht weit entfernt vom Zentrum Kölns. Einst aus einem Altarm des Rheins entstanden war die Groov bis in Mitte des 19 Jhd. eine Insel, bis sie mit dem Ufer verbunden und zum Binnengewässer wurde. Das Gewässer selbst teilt sich in untere und obere Groov und im Norden befindet sich außerdem ein kleiner Yachthafen, der natürlich mit dem Rhein verbunden ist.

Die Groov ist die Freizeitinsel

Auf der Freizeitinsel finden sich ausladende Sandstrände, Parklandschaften mit alten Baumbeständen, schöne Biergärten, Minigolfanlage, Tretboot Verleih und wer beim Feierabendbier noch etwas Kultur brauch, der mittelalterliche Wehrturm welcher seit den 80er Jahren ein Heimatmuseum beherbergt. Wer Köln kennt, weiß das Sandstrände eher die Ausnahme im Stadtgebiet sind, allein deshalb lohnt sich schon ein Ausflug weg vom Innenstadttrubel.show

Impressionen

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Die Knotenpunkte – Fahrradtouren durch Köln und NRW

Sind euch auch schon die großen roten Quadrate mit einer Zahl in weißer Umrandung an Radkreuzungen aufgefallen? Die Knotenpunkte – Was unsere Nachbarn in den Niederlanden schon haben, wird jetzt…

Sind euch auch schon die großen roten Quadrate mit einer Zahl in weißer Umrandung an Radkreuzungen aufgefallen? Die Knotenpunkte – Was unsere Nachbarn in den Niederlanden schon haben, wird jetzt in Deutschland nachgerüstet. Das Ganze funktioniert so:

Von Köln nach Düsseldorf mit dem Fahrrad

Ihr sucht euch eine Route die ihr gerne fahren wollt z. B. von Köln nach Düsseldorf,  von Nippes nach Ehrenfeld oder von A nach B. Am Besten kann man sich seine Route auf http://www.radroutenplaner.nrw.de/ raussuchen. Das Ganze ist ähnlich gestaltet wie Maps für Autofahrer, nur werden hier passende Straßen und Wege für Radfahrer berücksichtig, was das Radeln wesentlich entspannter macht, als wenn man sich von google an einer Bundesstraße, ohne Radweg entlanglotsen lässt.

Einfach Start und Ziel eingeben und fertig ist die Tour. Soweit so gut und eigentlich alles beim Alten.

Zoomt man aber weiter auf die berechnete Route, findet man rote Kreise mit Zahlen. Das sind die Wegmarken, welche ihr notieren oder direkt ausdrucken könnt.

Knotenpunkte am Rhein

Somit fahrt ihr, um von Köln nach Düsseldorf zu fahren einfach die Punkte 99-98-88-30-n ab. Hört sich kryptisch an ist aber kinderleicht. Man fährt von Knoten zu Knoten und zwischen den Knoten einfach den “Kleinen weißen Schildern” nach (auf dem Bild unten gibt es keine falsche Richtung und ihr fahrt so oder so richtig).

Wer die unromantische Variante bevorzugt, kann sich auch die GPS-Route herunterladen oder sich die Strecke direkt in die Radroutenplaner APP laden. Nur Achtung die App verfügt über keinen Offlinemodus und muss somit eine Datenverbindung haben. Was zum einen den Akku schnell leer saugt (fatal bei der Suche nach Campingplätzen/Hotels – siehe RuhrtalRadweg Tag 2) und zum anderen in ländlichen Gegenden zu Problemen führen kann.  Ich persönlich möchte auch mein Handy nicht die ganze Zeit im Blick haben, wenn ich draußen unterwegs bin. GPS Karten können aber dennoch als Backup hilfreich sein.

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